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07.01.2015

12:08 Uhr

Autobauer

Porsche plant kein reines E-Auto in Serie

Die Bundesregierung würde lieber heute als morgen lauter Elektroautos auf den Straßen sehen. Der Sportwagenbauer Porsche sieht das anders. Er plant vorerst keine Einführung eines reinen E-Autos. Der Grund: die Batterie.

Porsche will vorerst keine reinen Elektro-Fahrzeuge produzieren. Reuters

Porsche will vorerst keine reinen Elektro-Fahrzeuge produzieren.

StuttgartDer Sportwagenbauer Porsche will bis auf Weiteres kein reines E-Auto in Serie auf den Markt bringen. „Für mich bleibt der Pferdefuß die Reichweite“, sagte Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz der Zeitschrift „auto motor sport“ (Mittwoch) und schloss damit ein Konkurrenz-Modell zum E-Sportwagen des US-Herstellers Tesla aus. „Selbst die besten elektrischen Sportwagen kommen bei sportlicher Fahrweise nicht über 150 Kilometer hinaus“, sagte Hatz. Ein reines E-Fahrzeug sei deshalb aktuell nicht der Weg von Porsche.

Porsche bietet bislang nur seine Limousine Panamera sowie den Geländewagen Cayenne und den Supersportwagen 918 Spyder als Plug-In-Hybrid an. Das heißt, die Autos fahren mit Benzin, können aber auch auf Elektromotor umschalten. Den Sportwagen-Klassiker 911 oder den Porsche Boxster gibt es noch nicht in einer E-Variante.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Platz 10

Dacia - Plus 7,5 Prozent - 48.907 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die rumänische Billigtochter bleibt eine Erfolgsgeschichte für Renault und wächst in Europa weiterhin deutlich stärker als der Markt.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Platz 9

Skoda - Plus 8,5 Prozent - 173.538 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Mittlerweile sind die Tschechen die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Neue Modelle wie der Fabia dürften den Absatz auch im kommenden Jahr ankurbeln.

Platz 8

Seat - Plus 11,7 Prozent - 91.192 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

Platz 7

Nissan - Plus 13,7 Prozent - 62.536 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Den Japanern ist zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt kann sich das Absatzplus im abgelaufenen Jahr aber sehen lassen. Neue Modelle wie der Pulsar sollen die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr wiederholen.

Platz 6

Mitsubishi - Plus 14,1 Prozent - 24.131 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Japaner haben mit dem Outlander PHEV einen der ersten SUVs mit Plug-in-Hybrid im Angebot. Insgesamt überzeugt die Modellpalette die Deutschen offenbar.

Platz 5

Volvo - Plus 16 Prozent - 31.919 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Schweden sind zurück. Mit Modellen wie dem SUV XC90 blasen die Skandinavier wieder zum Angriff. Besonders zum Jahresende legte der Absatz deutlich zu.

Platz 4

Mazda - Plus 16,7 Prozent - 52.491 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik weit nach vorne.

Platz 3

Porsche - Plus 17,1 Prozent - 24.365 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Besonders zum Jahresende legt Porsche deutlich zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

Platz 2

Land Rover - Plus 18,1 Prozent - 14.679 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

Platz 1

Jeep - Plus 48,8 Prozent - 10.268 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt. Besteller ist der Grand Cherokee.

Für ein reines E-Auto von Porsche seien die heute erzielten Reichweiten noch viel zu gering, sagte Hatz. Die müsse bei sportlicher Fahrweise mindestens von 350 bis 400 Kilometer reichen. „Mit einem Porsche muss ich wenigstens von München in die Berge oder von Stuttgart zum Bodensee und zurück mit Spaß sportlich fahren können, sonst ist das für mich kein tragfähiges Konzept“, sagte Hatz. So weit sei die Batterietechnologie heute noch nicht. Die Batterien müssten außerdem deutlich kleiner und leichter werden.

Von

dpa

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