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25.04.2014

17:54 Uhr

Autobauer

PSA-Aktionäre stimmen Einstieg von Dongfeng zu

Auch die Aktionäre des kriselnden französischen Konzern PSA Peugeot Citroën sind für einen Einstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng. Drei Milliarden Euro frisches Kapital würde der Deal bringen.

Der Peugeot 2008: PSA Peugeot Citroën steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern leidet besonders unter dem Einbruch des Absatzes in Europa. ap

Der Peugeot 2008: PSA Peugeot Citroën steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern leidet besonders unter dem Einbruch des Absatzes in Europa.

ParisDer Weg für einen Kapitaleinstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng beim kriselnden französischen Konzern PSA Peugeot Citroën ist endgültig frei. Bei einer Hauptversammlung in Paris stimmten die PSA-Aktionäre am Freitag nahezu geschlossen für eine Kapitalerhöhung von insgesamt drei Milliarden Euro. Dongfeng und der französische Staat werden dabei mit jeweils 800 Millionen Euro beim Autohersteller einsteigen.

Die Kapitalerhöhung von PSA soll sich in zwei Etappen vollziehen: Zunächst werden Dongfeng und der französische Staat für zusammen 1,048 Milliarden Euro PSA-Aktien erwerben, zu einem Preis von 7,50 Euro pro Aktie. Später sollen allen Aktionären - auch Dongfeng und dem Staat - neue Anteile im Wert von zusammen 1,952 Milliarden Euro angeboten werden. Dongfeng und Paris werden letztlich jeweils 14 Prozent der PSA-Anteile halten, soviel wie die Gründerfamilie Peugeot. Mit der Kapitalerhöhung könnte schon kommende Woche begonnen werden.

Vor der Abstimmung über die Kapitalerhöhung sprach der scheidende PSA-Aufsichtsratschef Thierry Peugeot vor den rund 400 Aktionären von einem „neuen Kapitel in der Geschichte“ des Unternehmens. Die Kapitalerhöhung werde es dem Konzern erlauben, einen „ehrgeizigen Strategieplan zu finanzieren und die finanzielle Situation von PSA ebenso wie sein Kreditprofil zu verbessern“.

PSA Peugeot Citroën steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern leidet besonders unter dem Einbruch des Absatzes in Europa, seinem wichtigsten Markt. Im vergangenen Jahr musste der Konzern einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro verkraften - nach einem Rekordverlust von fünf Milliarden Euro 2012.

PSA hat bereits einen drastischen Sparplan aufgelegt, der die Streichung von 11.200 Stellen vorsieht. Mitte April stellte der neue Konzernchef Carlos Tavares sein Strategie-Papier „Back in the race“ (deutsch: „Zurück im Rennen“) für die Jahre 2014 bis 2018 vor, mit dem der Konzern wieder profitabel gemacht werden soll. PSA will unter anderem das Profil seiner Marken stärken, weniger Modelle anbieten, weiter sparen und mehr Autos in China verkaufen.

Von

afp

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