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23.03.2018

17:14 Uhr

Autobauer

Sanierungsgespräche bei Opel stocken

Die Integration von Opel in PSA gerät ins Stocken. Betriebsrat und IG Metall fordern „konstruktive“ Vorschläge für die deutschen Standorte.

Opel: Sanierungsgespräche mit PSA stocken dpa

Opel-Werk in Rüsselsheim

Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer-Klug erklärte, keine nachgereichten Bedingungen für Verträge vom neuen Mutterkonzern anerkennen zu wollen.

RüsselsheimBeim kriselnden Autobauer Opel stocken die Sanierungsgespräche zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem neuen Mutterkonzern PSA. In einer am Freitag verbreiteten Erklärung wirft die Opel-Tarifkommission den Managern vor, bestehende Tarifverträge aushöhlen zu wollen.

„Wir akzeptieren keine nachgereichten Bedingungen für Verträge, die von PSA anerkannt, übernommen und rechtskräftig sind“, erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. Die Belegschaft zahle nicht zweimal für einen Vertrag.

Die Marke mit dem Blitz gehört seit August zu dem Autokonzern, der noch die Marken Peugeot und Citroën herstellt. Seitdem fiel in Rüsselsheim ein Betriebsverlust von 179 Millionen Euro an. Bis Mitte des Jahres sind Teile der Belegschaft in Verwaltung und Entwicklung bei Opel in Kurzarbeit, um die Kosten zu drücken.

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Noch mit dem Alt-Eigentümer General Motors war im vergangenen Jahr für die Mitarbeiter der deutschen Werke ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2018 sowie mehrere Produktionszusagen vereinbart worden, die PSA beim Opel-Kauf übernommen hat.

Im November hatte PSA-Chef Carlos Tavares ein Sanierungsprogramm angekündigt, das ohne Werkschließungen und Entlassungen auskommen soll. Investiert werde aber nur dort, wo die Kosten stimmten, hatte der Portugiese gemeinsam mit Opel-Chef Michael Lohscheller angekündigt.

Man sei bei entsprechender Kostenbasis weiterhin zu Investitionen auch an den deutschen Standorten bereit, erklärte am Freitag ein Opel-Sprecher.

Nachdem in dieser Woche eine Reihe von Investitionsentscheidungen für Opel-Standorte außerhalb Deutschlands bekanntgegeben worden waren, verlangen die Gewerkschafter nun von PSA, „unverzüglich konstruktive Vorschläge für die deutschen Standorte vorzulegen.“

Die Arbeitnehmer lehnten zudem einen Ausstieg aus dem Metall-Flächentarifvertrag ab und verlangten neue Vereinbarungen, deren Laufzeit deutlich über das Jahr 2020 hinausgehen müsse. Basis wäre ein langfristiger Opel-Zukunftsplan. Es sei nun an der Zeit für die Arbeitgeber, endlich konstruktive Vorschläge zu unterbreiten, erklärte der Tarifsekretär des IG-Metall-Bezirks Mitte, Uwe Schütz.

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Kommentare (1)

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Herr Carlos Santos

23.03.2018, 17:32 Uhr

AUTOBAUER
Sanierungsgespräche bei Opel stocken
Die Integration von Opel in PSA gerät ins Stocken. Betriebsrat und IG Metall fordern „konstruktive“ Vorschläge für die deutschen Standorte.

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Das nennt sich Gleichberechtigung und Gleiche Gerechtigkeit !

BOCHUM wurde geschlossen, jetzt schließen wir ebenso die restliche OPEL WERKE Deutschlands.

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