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26.01.2011

06:55 Uhr

Autobauer

Toyota muss 1,6 Millionen Wagen zurückrufen

VonTino Andresen

Erneuter Massenrückruf bei Toyota: Der japanische Autokonzern ruft weltweit rund 1,6 Millionen Wagen in die Werkstätten zurück. Betroffen ist auch die Premiummarke Lexus. Welches Problem dahintersteckt.

Ein Toyota Avensis aus dem Jahr 2007: Bestimmte Modelle des Wagens sind vom Rückruf betroffen. Quelle: gms

Ein Toyota Avensis aus dem Jahr 2007: Bestimmte Modelle des Wagens sind vom Rückruf betroffen.

Düsseldorf

Grund für den Rückruf seien Probleme an der Kraftstoffleitung, teilte Toyota Deutschland am Mittwoch in Köln mit. Diese könne undicht werden und so zu Benzingeruch im Auto führen.

In Deutschland seien rund 24 000 Fahrzeuge betroffen: Bestimmte Modelle des Toyota Avensis sowie 660 Wagen der Nobeltochter Lexus. In den USA gibt es Probleme mit 245 000 Lexus-Modellen (IS und GS). Besonders betroffen ist Japan, wo Toyota nach eigenen Angaben ein Dutzend weiterer Modelle zurückruft. Unfälle hat es wegen der bei einer Qualitätskontrolle festgestellten Mängel dem Unternehmen zufolge bisher keine gegeben.

Die Fahrzeughalter in Deutschland würden zeitnah schriftlich informiert und gebeten, eine Werkstatt aufzusuchen. Dort würden die fraglichen Teile überprüft und ersetzt. Zu den Kosten der Rückrufaktion wollte sich eine Toyota-Sprecherin nicht äußern.

Erst vor etwa einem Jahr hatte sich Toyota zu einem gewaltigen Rückruf wegen Problemen mit dem Gaspedal gezwungen gesehen. Zwar hat sich inzwischen gezeigt, dass nicht technische Unzulänglichkeiten Auslöser für viele der Unfälle in den Vereinigten Staaten waren, sondern Fehler der Fahrer. Eine vorläufige Regierungsstudie hat 58 Unfallschreiber ausgewertet und dabei festgestellt, dass bei mindestens 35 Unfällen die Fahrer nicht auf die Bremse getreten hatten; in anderen Fällen bremsten sie nur halbherzig oder in letzter Sekunde.

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