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03.11.2015

09:06 Uhr

Autobauer überrascht mit Gewinnplus

BMW will zurück in die Zukunft

Der Branchenprimus berappelt sich. Nach einem schwierigen Quartal kann BMW-Chef Harald Krüger deutlich mehr Gewinn präsentieren. Warum der Konzern nun wieder an eine erfolgreiche Zukunft glaubt.

Der Autobauer hat seinen Gewinn im dritten Quartal kräftig aufpoliert. dpa

BMW-Werk Regensburg

Der Autobauer hat seinen Gewinn im dritten Quartal kräftig aufpoliert.

MünchenDank glänzender Verkaufszahlen in Europa und den USA hat BMW im dritten Quartal die Schwäche in China umrundet und überraschend viel Gewinn eingefahren. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 12,8 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro, wie der Münchner Autobauer am Dienstag mitteilte. Zugute kam BMW dabei ein höheres Finanzergebnis. Zudem warf die Motorradsparte deutlich mehr Gewinn ab.

Aus China, wo der Automarkt zuletzt schwächelte, floss indes erneut weniger Geld nach München. Unterm Strich legte der Gewinn um 20,5 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro zu – auch hier übertraf BMW die Erwartungen der Analysten. „Wir halten den Kurs des profitablen Wachstums“, sagte Vorstandschef Harald Krüger und bekräftigte die Prognose.

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BMW strebe neue Höchstwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis an, wiederholte Finanzchef Friedrich Eichiner. Bei den Verkaufszahlen der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ist ein solider Zuwachs geplant, zwischen fünf und 9,9 Prozent. Dafür sollen insgesamt 15 neue und überarbeitete Modelle sorgen, etwa das neue Flaggschiff 7er. Die BMW Group wolle 2015 die Nummer 1 im Premiumsegment bleiben, betonte der Konzern erneut. Zuletzt kam Mercedes-Benz nahe an die Münchner heran, Audi fiel auf Platz 3 zurück. Beide wollen BMW bis 2020 als führenden Oberklasse-Hersteller ablösen.

Mercedes-Benz profitiert dank seiner jungen Modellpalette vor allem von besseren Geschäften in China, während die Rivalen dort Federn ließen. Bei BMW schlug sich die Schwäche im einstigen Absatzparadies besonders bei der Luxusmarke Rolls-Royce nieder. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment entscheiden.

Auch bei den Luxuslimousinen hat BMW noch Nachholbedarf. Der 7er war als Auslaufmodell zuletzt nur wenig gefragt. Die Neuauflage des Spitzenmodells, die auf der IAA präsentiert wurde, muss nun den Rückstand zur Mercedes S-Klasse aufholen. Je schneller das gelingt, desto positiver für den Profit. Bisher verwässert die gestiegene Nachfrage nach günstigeren Modellen den Münchenern die Rendite. Sie sind – neben den weiterhin erfolgreichen SUV-Modellen – auch der Hauptgrund für den zuletzt gestiegenen Absatz. Allein im dritten Quartal steigerten die drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ihren Absatz um rund 6,9 Prozent auf 545.000 Fahrzeuge.

Kommentare (6)

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03.11.2015, 08:43 Uhr

Bestimmte Volkswirtschaften haben den Wettbewerbskampf gegen die Deutschen Autobauer veschärft.Siehe die US-Volkswirtschaft, wie diese VW (Diesel) aus ihren Markt drängen will und dadurch den VW Konzern in die wirtschaftliche Defensive drängt. Auch dank einer Wirtschafts- und Wertschöpfungsfeindlchen Deutschen Bundesregierung. Die ja immer noch die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in ein Neues Mangel- und Armutszeitalter führen will. Und die CO2 Verbotsdiktatur = Gesetzgebung ist das Blutige Werkzeug dafür. BMW wird genauso vom Wettbewerb bekämpft wie auch von der CO2 Verbotsdiktatur in Deutschland. Und das E-Auto wird zum wirtschaftlichen Fiasko. Alles im Allen ist gerade ein massiver Vernichtungsfeldzug gegen die Deutsche Autobauer im Gange. Auch dank und vor allen wegen der CO2 feindlichen Politik unserer Grün-Sozialistischen Merkel Diktatur.

Herr stefan kinlel

03.11.2015, 08:47 Uhr

Warum der Konzern nun wieder an eine erfolgreiche Zukunft glaubt?
Warum konstruiert man so eine krude Story?
BMW hat zuletzt keine Zweifel gelassen, daß es gut aufgestellt ist. Kein Abgasskandal, neue & innovative Produkte, Boden in China gefunden, keine häßlichen Kröten a la CLA oder Opa/Omi-A/B Klasse von Mercedes im Programm.
Und das HB bringt den falschen Aufhänger. Das war früher gründlicher und damit deutlich besser recherchiert. Mainstream und "Topschlagzeilen" vergraulen Kunden. Die man dann wieder über einen Digitalpass einzufangen versucht.

Herr Uwe Möller

03.11.2015, 09:17 Uhr

Deutschland will auch zurück in die Zukunft, nur die Berliner Politik - insbesondere die Kanzlerin - verhindern dieses! Ja, und die Presse!!! Man(n) sollte das Handelsblatt nicht vor dem Frühstück loben, sonst wird doch die Kommentarfunktion geschlossen. Schafft dieses Medium doch gleich ganz ab, wär jedenfalls insgesamt ehrlicher!

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