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24.05.2012

18:14 Uhr

Autobranche

General Motors setzt voll auf Daewoo

Verkehrte Welt. Während die deutsche Tochter Opel vor einem harten Sparkurs steht, baut General Motors beim südkoreanischen Autohersteller Daewoo aus.

Mit dem Kompaktwagen Chevrolet Cruze ist vor allem die einst als Daewoo firmierende südkoreanische Tochter von General Motors gut unterwegs. dapd

Mit dem Kompaktwagen Chevrolet Cruze ist vor allem die einst als Daewoo firmierende südkoreanische Tochter von General Motors gut unterwegs.

BusanWährend die Opelaner in Deutschland um ihre Jobs zittern müssen, stockt der Mutterkonzern General Motors (GM) seine Mannschaft in Südkorea auf. Wie der US-Autobauer am Donnerstag enthüllte, wird das Designzentrum in Incheon flächenmäßig verdoppelt. Ab kommenden Jahr sollen dort mehr als 200 Mitarbeiter neue Wagen entwerfen.

Von der ehemals unter Daewoo firmierenden Tochter in Südkorea stammen bereits erfolgreiche Modelle wie der kompakte Chevrolet Cruze und der kleine Chevrolet Aveo, die auch hierzulande angeboten werden. „Das koreanische Designzentrum spielt eine sehr wichtige Rolle für GM weltweit“, sagte Designchef Ed Welburn.

Bei Opel dagegen stehen die Zeichen auf Schrumpfen. Angesichts einer rückläufigen Nachfrage im Kernmarkt Europa und hoher Verluste sucht General Motors nach Einsparmöglichkeiten. Dazu zählt, dass neue Wagen gemeinsam mit dem französischen Partner Peugeot-Citroën auf die Räder gestellt werden. GM unterhält ein großes Entwicklungszentrum in Rüsselsheim.

Auch die Opel-Fertigung wird umgekrempelt: Die nächste Generation des Massenmodells Astra soll nicht mehr im Stammwerk Rüsselsheim, sondern im polnischen Gleiwitz und im britischen Ellesmere Port vom Band rollen. Die Zukunft des Werks in Bochum mit seinen knapp 3300 Beschäftigten steht weiterhin in den Sternen.




Von

dpa

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