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03.01.2017

15:18 Uhr

Autobranche

Investitionen ohne Erfolgsgarantie

Trotz vielversprechender Zahlen: Elektroautos oder neue digitale Dienste sind ein unsicheres Geschäftsfeld. Deshalb sind sich auch die Autokonzerne nicht sicher, wie erfolgversprechend ihre Investitionen sind.

In die Entwicklung von Elektroautos investieren Autokonzerne immer größere Summen – ohne sich dabei sicher zu sein, wie erfolgversprechend diese Investitionen sein werden. So präsentierte beispielsweise Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann im September das neue Elektroauto „Ampera e“ mit einer Reichweite von über 500 Kilometern. Ob das Modell von den Kunden angenommen oder zum Ladenhüter wird, lässt sich noch nicht absehen. dpa

Technik der Zukunft oder Milliardengrab?

In die Entwicklung von Elektroautos investieren Autokonzerne immer größere Summen – ohne sich dabei sicher zu sein, wie erfolgversprechend diese Investitionen sein werden. So präsentierte beispielsweise Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann im September das neue Elektroauto „Ampera e“ mit einer Reichweite von über 500 Kilometern. Ob das Modell von den Kunden angenommen oder zum Ladenhüter wird, lässt sich noch nicht absehen.

FrankfurtOb Elektroautos oder neue digitale Dienste – die Autoindustrie investiert massiv in diese Trends ohne sich des Erfolgs sicher zu sein. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung KPMG unter knapp 1000 Führungskräften weltweit hervor, die je zur Hälfte in der Autoindustrie und bei damit verbundenen Dienstleistern aus IT, Finanzierung oder Handel arbeiten. Etwa vier von fünf Befragten rechnet damit, dass mit digitalen Diensten in Zukunft mehr Umsatz gemacht wird als mit dem Fahrzeug selbst. „Aber wenn man heute in der Industrie fragt, herrscht große Unklarheit über die Geschäftsmodelle“, sagte Dieter Becker, Autoexperte von KPMG.

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Durch die immer bessere Verbindung von Auto und Internet entstehen gigantische Datenströme, aus denen Autobauer ebenso wie IT-Konzerne eine Goldgrube machen wollen. Im vergangenen Jahr hatte die Digitalisierung und Vernetzung bei der jährlichen KPMG-Umfrage noch oberste Priorität für die Manager. In diesem Jahr verdrängte die Elektromobilität sie knapp auf Platz zwei, da geplante schärfere Klimaschutzregeln in China und Europa sowie der Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen die Industrie zu umweltschonenderen Antriebe zwingen. Nach Einschätzung Beckers werden die Autobauer deshalb auch Mittel in die Entwicklung neuer Elektroautos umschichten und Investitionen in die Digitalisierung drosseln.

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Doch auch bei den Elektroautos haben die Befragten Zweifel: So glaubten 62 Prozent, batteriebetriebene Autos könnten an mangelnder Infrastruktur zum raschen Aufladen scheitern. Um das zu verhindern, wollen BMW, Daimler, Ford und Volkswagen ab diesem Jahr gemeinsam ein Netz von Schnell-Ladestationen aufbauen. Eine große Mehrheit von 78 Prozent setzt unterdessen weiter auf einen Durchbruch der mit Wasserstoff gespeisten Brennstoffzelle als umweltschonendem Antrieb. Etwa ebenso viele gehen davon aus, dass der Verbrennungsmotor trotz des Schwenks zu den saubereren Autos nicht verschwindet. Doch gut die Hälfte der Befragten prophezeit das Ende von Dieselmotoren, obwohl die Autobauer noch immer viel Geld in die Verbesserung dieses Antriebs stecken.

Von

rtr

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