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28.06.2011

08:04 Uhr

Autobranche

Ratingagentur Moody's beschert Toyota neue Probleme

VonJan Keuchel

Der japanische Autoriese Toyota kommt einfach nicht in ruhiges Fahrwasser. Nach Qualitätsproblemen, Erdbeben und Fukushima hat nun die Ratingagentur Moody's Toyotas Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Toyota-Vize-Chef Yukitoshi Funo. Quelle: Reuters

Toyota-Vize-Chef Yukitoshi Funo.

TokioBei Japans größtem Autobauer Toyota reißen die Negativ-Meldungen nicht ab. Minuten, nachdem der Konzern ein dickes Minus im Mai-Geschäft vermeldet hatte, stufe nun die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Konzerns herab. Toyota rangiert damit nun eine Stufe schlechter als bisher, es ging von Aa2 auf Aa3 herunter. Es werde noch eine Weile dauern, bis Toyota nach Erdbeben und Tsunami in Japan wieder zu stabilen Erträgen zurückkehre, hieß es bei der Agentur.

Dabei hatte Konzernchef Akio Toyoda noch vor kurzem angekündigt, im Herbst wieder auf normales Produktionsmaß zurückkehren zu können und den Verlust von über 800.000 Autos bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wieder wettmachen zu können. Zudem werde der Ausstoß an Autos den vom letzten Jahr mit insgesamt 7,4 Millionen Wagen sogar überschreiten. Allerdings musste das von Erdbeben und Tsunami gebeutelte Unternehmen zugleich bekennen, dass der erwartete Nettogewinn wohl um 31 Prozent niedriger liegen wird als bisher angenommen.

Die Mai-Zahlen von heute kommen deshalb eigentlich nicht überraschend. Die Aktien von Toyota lagen trotz der Nachricht von Moody's auch leicht im Plus. Der globale Ausstoß im Mai, hatte Toyota vermeldet, sei im Mai um 49 Prozent abgesunken auf 287.811 Einheiten. In Japan ging die Produktion um 54 Prozent nach unten. Der Vergleich mit Nissan, mittlerweile Japans Nummer zwei vor Honda, mag Moody’s allerdings erschreckt haben. Nissan vermeldete ein globales Produktsplus von 19 Prozent, im Inland ging es um 0,8 Prozent nach oben.

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