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25.01.2010

10:03 Uhr

Autobranche

Toyotas Rückruf-Welle schwappt nach Europa

Erst die USA, jetzt vielleicht auch noch Europa: Der japanische Autobauer Toyota steht vor einer gewaltigen Rückrufaktion. In den USA müssen bereits 2,3 Millionen Autos in die Werkstatt.

Ein Mann schaut sich in einem Verkaufsraum von Toyota um. Reuters

Ein Mann schaut sich in einem Verkaufsraum von Toyota um.

HB TOKIO/TORRANCE. Nach einer Rückrufaktion in den USA will die japanische Toyota Motor Corp einem Zeitungsbericht zufolge in Europa an etwa zwei Mio. Autos potenziell schadhafte Gaspedale reparieren. Die Sicherheitsbestimmungen in Europa differierten zwar von Land zu Land, dennoch habe sich Toyota zu der flächendeckenden Aktion entschlossen, berichtete die Zeitung "Yomiuri". Ein Firmensprecher sagte, Toyota habe noch nicht endgültig über eine Rückrufaktion entschieden.

In den USA ruft Toyota bereits rund 2,3 Mio. Autos wegen Problemen mit dem Gaspedal zurück. Es könne vorkommen, dass das Pedal in der gedrückten Position festhänge oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückkehre, warnte der Konzern im kalifornischen Torrance. Er sprach von vereinzelten Fällen in den vergangenen Monaten. Betroffen sind acht Modelle der Jahrgänge 2007 bis 2010.

Erst im vergangenen Jahr hatte Toyota den größten Rückruf seit seinem Markteintritt in den USA 1957 gestartet. 4,2 Mio. Autos mussten in die Werkstätten, weil eine lose Fußmatte unter das Bremspedal zu geraten drohte. Teilweise sind die gleichen Modelle von beiden sicherheitsrelevanten Defekten betroffen.

Von den beiden Rückrufaktionen sind weit mehr Fahrzeuge betroffen als Toyota im Gesamtjahr zuletzt verkauft hatte. Das waren 2009 knapp 1,8 Millionen; wegen der Wirtschaftskrise ein Rückgang von einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Nur der US-Rivale General Motors verkaufte auf seinem Heimatmarkt mehr Fahrzeuge.

Von dem neuerlichen Rückruf sind die Modelle RAV4, Corolla, Matrix, Avalon, Camry, Highlander, Tundra und Sequoia betroffen. Die Tochtermarken Lexus und Skion haben keine Probleme.

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