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01.11.2013

09:56 Uhr

Autohersteller

Schwacher Yen macht Suzuki im Ausland günstig

Die japanischen Notenbanker drücken seit Monaten den Yen, um den Export anzukurbeln. Für den Kleinwagenspezialist Suzuki Motor zahlt sich das aus: Aufgrund des schwachen Yens steigt die Nachfrage aus dem Ausland.

Für das Ausland gemacht: Der Suzuki Kizashi. Dank des schwachen Yens steigt die Auslandsnachfrage nach den Wagen von Suzuki. obs

Für das Ausland gemacht: Der Suzuki Kizashi. Dank des schwachen Yens steigt die Auslandsnachfrage nach den Wagen von Suzuki.

TokioDer japanische Kleinwagenspezialist Suzuki Motor hat im ersten Geschäftshalbjahr dank einer starken Nachfrage außerhalb Japans mehr verdient. Die Auslandsnachfrage erhöhte sich in den Monaten April bis September um mehr als ein Fünftel, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Hier profitierte der Autohersteller auch von der Geldpolitik der japanischen Notenbank. Die Notenbanker drücken seit Monaten den Yen, um die Exportchancen der heimischen Wirtschaft zu erhöhen.

Der Überschuss stieg im ersten Halbjahr bis Ende September um fast ein Viertel auf rund 52 Milliarden Yen (387 Mio Euro). Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 1,4 Billionen Yen nach 1,2 Billionen vor einem Jahr. Für das bis 31. März 2014 laufende Geschäftsjahr erwartet Suzuki unter dem Strich einen Gewinn in Höhe von 100 Milliarden Yen und einen Umsatz von 2,8 Billionen Yen.

So fährt sich der Suzuki Kizashi

Bedienung

Die übersichtlich, überwiegend an der Mittelkonsole angeordneten Knöpfe und Bedienelemente sind problemlos zu erreichen. Ihre Handhabung erfordert allerdings ein wenig Eingewöhnungszeit.

Motoren

Als Motor ist ausschließlich ein 2,4-Liter-Benziner mit 131 kW/178 PS erhältlich. Ein für Flottenfahrzeuge dieser Klasse wichtiger sparsamer und laufstarker Dieselmotor wird nicht angeboten.

Beschleunigung

Der vorhandene Vierzylinder-Ottomotor beschleunigt das rund 1,5 Tonnen schwere Gefährt einigermaßen flott. Das Überholen auf Landstraßen gelingt problemlos. Der an sich leise Saugmotor quittiert Beschleunigungsvorgänge allerdings mit einer wachsenden Geräuschkulisse und lässt sich ab einem autobahntypischen Reisetempo von 130 km/h nicht überhören. In 8 Sekunden gehts von null auf 100 km/h, gefühlt dauert es aber länger.

Verbrauch

Der Kraftstoffverbrauch schnellt bei rasanter Fahrt ebenfalls rasant in die Höhe. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch lässt sich auch mit einem äußerst behutsamen Gasfuß kaum erreichen, ansonsten gehen die Verbrauchswerte rapide in den zweistelligen Bereich.

Schaltung

Die Kraftübertragung im Testwagen besorgt eine Sechsgang-Handschaltung, die ohne Hakeln durch die Gassen flutscht. Alternativ wird in Kombination mit dem stufen- und temperamentlosen CVT-Getriebe auch ein Allradantrieb angeboten.

Komfort & Sicherheit

Die Federung ist verhältnismäßig hart und rüttelt die Insassen bei unebenem Fahrbahnbelag ordentlich durch. Die Straßenlage ist satt und meist ausgewogen. Gutes Licht, sehr gute Bremsen. ESP und sieben Airbags sind serienmäßig mit an Bord.

Plus

Das stärkste Argument für den Suzuki Kizashi ist der Preis, der bei 26.900 Euro startet, mit Allrad sind es 29.900 Euro. Für vergleichbar motorisierte Konkurrenten wie den BMW 3er und den Opel Insignia sind locker 4.000 Euro mehr zu berappen.

Minus

Der Wagen ruckelt, selbst wenn der Motor schon lange im betriebswarmen Zustand ist. Das nervt: Er ist im langsamen Stadtverkehr und beim Stop & Go äußerst empfindlich bei der Gasannahme und beim Übergang in den Schubbetrieb. Jede kleinste Gasfußbewegung für zu Ruckeln und Schaukeln, das ist zwar dezent, nervt aber Beifahrer.

Schmale Zielgruppe

Für 30.000 eine fast komplett ausgestattete Allrad-Limousine. Wer Vierrad-Antrieb bevorzugt und keine SUV-Optik mag, ist bei dem flott gezeichneten Suzuki richtig.

Von

dpa

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