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11.05.2012

15:20 Uhr

Autoindustrie

Nordrhein-Westfalens unbekannter Exportschlager

VonLukas Bay

Kastenwagen, Scheinwerfer, Sitzbezüge: Während alle über Probleme von Opel und Ford reden, arbeitet das Herz der Autoindustrie von NRW unscheinbar, aber erfolgreich. Besonders deutlich wird das im Daimlerwerk Düsseldorf.

Daimlers unscheinbarer Exportschlager: Der Sprinter.

Daimlers unscheinbarer Exportschlager: Der Sprinter.

DüsseldorfDüsseldorf, das ist die Kö, Fortuna und Alt-Bier. Doch eines der erfolgreichsten Exportschlager der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist nur wenigen bekannt. Auf einem 175.000 Quadratmeter großen Werksgelände im Norden von Düsseldorf schweißen, kleben und montieren rund 6600 Mitarbeiter und 500 Industrieroboter den Sprinter, Daimlers Kastenwagen. Ein unscheinbares Nutzfahrzeug, meist weiß, das von Speditionen, Paketdiensten und Handwerksbetrieben eingesetzt wird. 152.000 Fahrzeuge rollten 2011 vom Band – nirgendwo auf der Welt produziert Daimler mehr Nutzfahrzeuge. Fast jeder geschlossene Sprinter, der in Europa und Nordamerika unterwegs ist, wurde hier zusammengebaut. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Produktionsrekord aus dem Jahr 2008 eingestellt werden.

Die Geschichte des Sprinters ist eine Erfolgsgeschichte, die selten erzählt wird. Die Dramen der nordrhein-westfälischen Autoindustrie beherrschen die Schlagzeilen. In Bochum bangen die Opel-Mitarbeiter um ihren Job. In Köln müssen die Ford-Werke Kurzarbeit anmelden. Man könnte meinen, dass die Autobranche in NRW in der Krise steckt. Dieser Eindruck trügt.

„Die Automobilindustrie gehört weiterhin zu den Kernindustrien in NRW“, sagt auch Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium NRW. In den landesweit rund 228 Unternehmen der Automobilindustrie sind über 84.500 Angestellte beschäftigt. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz von 35,8 Milliarden Euro – so viel wie das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Mecklenburg-Vorpommern.  

Natürlich ist die Krise auch an NRW nicht spurlos vorbei gegangen. Als die Absatzkrise die Branche 2008 frontal traf, mussten viele Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. Schlagzeilen machten die Pleiten von Henniges, TMD Friction, Tedrive, Edscha und Ruwel. „Mittlerweile haben sich Zulieferer von der Krise erholt“, sagt Bütof. Vor allem die Exporte ziehen wieder an. Von allen Kfz-Komponenten, die in Nordrhein-Westfalen entwickelt und produziert werden, bleiben nur fünf Prozent im Land. 65 Prozent gehen in andere Bundesländer und 30 Prozent in den Export.

Opel Bochum: Warten auf den Todeskuss aus Detroit

Opel Bochum

Warten auf den Todeskuss aus Detroit

Die Opel-Mitarbeiter in Bochum müssen weiter zittern. Denn Mutterkonzern General Motors muss seine Kapazitäten in Europa abbauen und die Kosten senken. Deutschland soll ganz oben auf der Streichliste stehen.

So unscheinbar wie Daimlers Kastenwagen ist auch das Autoland NRW. Erfolgreich ist die heimische Autoindustrie besonders mit wenig spektakulären Bauteilen - Scheinwerfern, Nockenwellen, Sitzbezügen. Von den 100 weltweit umsatzstärksten Automobilzulieferern kommen sechs aus Nordrhein-Westfalen. 30 Prozent aller deutschen Zulieferbetriebe produzieren an Rhein und Ruhr.

Kommentare (6)

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USA

11.05.2012, 15:46 Uhr

Herr Bay, ihre ewige Schönrednerei der deutschen Autokonzerne wird langsam unerträglich. GM-Opel ist Marktführer auf dem asiatischen und amerikanischen Markt. Mit der Peugeot Allianz werden die Marktanteile von VW angegriffen. Das sollten sie den Leuten lieber mal sagen. Denn der Punkt ist das GM-Opel der ewige erste ist und VW hinterherhinkt.Der Marktanteil von VW in den USA stagniert seit Jahrzenten bei 2%. Dagegen ist der von GM-Opel in Europa 3mal so hoch.Ihre Hetze gegen GM hat ihn auch nicht erhöhen können.

Peer-Bilderger-Steinbrueck

11.05.2012, 16:04 Uhr

Neeee

Peer Bilderbeger, Steinbrück als Bundeskanzler ist der Exportschlager.


Montag, 21.07.2003, 00:00 · von FOCUS-Korrespondent Karl-Heinz Steinkühler NRW-Ministerpräsident Steinbrück ist seinen Pflichten als Aufsichtsrat nicht nachgekommen
Fragen nach seiner Rolle bei der WestLB-Krise mag Peer Steinbrück (SPD) überhaupt nicht. Als vor wenigen Tagen ein Fernsehreporter vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten wissen wollte, ob er nicht als früherer Finanzminister die riskanten Kreditvergaben der NRW-Landesbank hätte kennen müssen, schob ein Steinbrück-Mitarbeiter das Mikrofon des Journalisten einfach beiseite.

Die Nerven liegen blank in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Zusätzlich zum parlamentarischen Untersuchungsausschuss droht wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten bei den Landesgesellschaften nun ein weiterer in Sachen Landesbank.

Dabei steht Steinbrück selbst als Mitglied in den Aufsichtsgremien der fünftgrößten deutschen Bank und als Vertreter des Hauptgesellschafters NRW (43,2 Prozent) im Mittelpunkt des Interesses.

Account gelöscht!

11.05.2012, 18:02 Uhr

GM cars sind schnell zusammengeflickte Rappeligsten mit Ausnahme von GMC und Suburban,Tahoe,Silverrado light tricks aber da bekommt GM den Rang von Chrysler Ran und Ford F150 abgelaufen und hinkt hinterher. In Asien ist GM nur Marktteilnehmer, weil sie dort als minority share holder einen Kleinbus bauen der mit 2,3 Mio. Stück abgesetzt wird. Man kann das auch so sehen: GM musste über 9 Mio Autos bauen um im Umsatz Nr. 3 weltweit zu sein. Volkswagen und Toyota haben ca. 1 Mio. Autos weniger gebaut um mehr als 10 Mrd $ mehr Umsatz zu machen als GM. Das sagt doch etwas aus wie der Markt entscheidet und welche Marken als Qualtiätsmarken angesehen werden. Übrigens ist der Marktanteil der Volkswagengruppe in den USA inzwischen auf über 3 % gestiegen. Das sind mehr als 30 % Wachstum gegenüber Vorjahr. Insgesamt haven die deutschen Hersteller in den USA einen Marktanteil per Q1 2012 von über 8 %. Die amerikanischen Nobelmarken Lexus, Lincoln, Cadillac haben Marktanteil verloren.

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