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30.10.2011

15:48 Uhr

Autoindustrie

Rabatte auf Neuwagen steigen

VonMark C. Schneider

ExklusivWer jetzt ein Auto kaufen will, kann sich freuen. Die Rabatte für Neuwagen liegen bei knapp 20 Prozent. Einige Hersteller gewähren sogar 30 Prozent. Welche Hersteller die höchsten Abschläge gewähren.

Produktionsstraße im VW-Stammwerk in Wolfsburg. dpa

Produktionsstraße im VW-Stammwerk in Wolfsburg.

DüsseldorfDie tatsächlich im deutschen Markt von den Herstellern erzielten Preise für Neuwagen liegen nach dem Rabatt-Index der Universität Duisburg-Essen im Schnitt mehr als 18 Prozent unter den offiziellen Preistafeln der Autobauer. Das zeigt eine noch unveröffentlichte CAR-Studie, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.

„So groß war der Abstand zwischen Listenpreis und tatsächlichem Transaktionspreis seit der Einführung unserer Rabattmessung noch nie“, sagte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer, Chef des CAR. Die Gründe für den Preissturz sind unterschiedlich. Spitzenreiter ist der italienische Konzern Fiat, der unter der schwachen Nachfrage in Südeuropa leidet. Auf den Kleinwagen Panda gewährt Fiat den Kunden 32 Prozent Preisnachlass.

Mehr als 30 Rabatt gibt der französische Hersteller Citroen auf seinen Kleinwagen C1. Der Mutterkonzern PSA leidet unter Überkapazitäten in Europa, muss Tausende Jobs abbauen. Doch selbst der deutsche Premiumhersteller BMW, der Rekordzahlen schreibt, räumt im Rahmen eines Leasingprogramms mehr als 30 Prozent Rabatt auf die 3er Serie ein, getrieben vom Modellwechsel des Bestsellers.

Eine Trendwende zeichnet sich nicht ab. Dabei bedroht der Preiskampf die Profitabilität des deutschen Automarktes. Die hohen Rabatte haben aus Sicht von CAR teure Folgen: Hersteller und Handel nehmen „sehr schlechte Margen im Oktober und in den Folgemonaten“ in Kauf, sagte Dudenhöffer. Der deutsche Automarkt stecke in der Preis- und Rabattfalle – und das trübe die Ergebnisse der Unternehmen auf dem wichtigsten Markt Europas im vierten Quartal deutlich ein.

Da die anderen großen europäischen Automärkte Frankreich, Italien und England bereits rückläufig seien und sich die Entwicklung aufgrund der staatlichen Sparprogramme und der konjunkturellen Eintrübung im nächsten Jahr nicht ändern dürfte, erwartet Dudenhöffer auch für 2012 schlechtere Margen in Europa.

Kommentare (12)

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hg67

30.10.2011, 16:24 Uhr

wie oft hat Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer schon behauptet, das die Zeiten der hohen Rabatte jetzt endgültig vorbei seien und es JETZT die richtige Zeit wäre..ich kann es nicht mehr hören..Deutschland ist bezogen auf Neuwagenpreise HOCHPREISLAND..da ist jede Menge Rabatt auch möglich..Wieso steigen jedes Jahr die UVP`s der Neuwagen. Gibt es da einen Deal bzgl der 1% Regelung Industrie - Staat? Autos ab 30k kauft doch heute sowieso kaum noch eine Privater.
wenn der Listenpreis sich um 2,5% erhöht, so müsste ich eigentlich brutto 5% ehr verdienen, damit alles beim Alten bleibt

gerdstulle

30.10.2011, 18:10 Uhr

Solange Menschen die überteuerten Autos in Deutschland kaufen, habe ich kein Mitleid.

Schmeißt euer Geld weiterhin zum Fenster raus.
Die Autoindustrie redet den Menschen (wie die Politik auch) jeden Tag ein, was das Mensch braucht und kaufen soll.
Wer aber mit einem Auto fliegen will und viele Spielereien und einen Namen bezahlen will, der muss halt mehr Geld ausgeben.
Ich habe mit jetzt einen Dacia mit bewährter Renaulttechnik gekauft.
Für 11 T€ habe ich Fahrer- und Beifahrerairbag, Klimaanlage, ABS mit eletro. Bremskraftverteilung, (reicht völlig aus) Alufelgen usw. usw. Der Verbrauch bei ca. 7,5 l ist auch nicht schlecht.

Morchel

30.10.2011, 19:43 Uhr

Werte Geringverdiener die cdu ist für und gegen Mindestlohn, da die Zahl der Armeren ehr höher ist als die der gutstuierten (Grünwähler) schreibe ich folgendes Bezahlen wir ohne Aufstocken zu müssen die Dinge des Lebens Miete, Stom, Riesterrente, Maschmayer aufpassen. dann die Inflation. Sollte dann noch Geld übrig sein sparen wir auf ein Auto wichtig wegen der flexiblität, um dann schneller zu etwas zu kommen (Leistung musssss) sich lohnen.nach dem wir jahrelang gespart haben holen wir uns dann einen Volkswagen, der Volkert ist weg Prag muss nicht mitbezahlt werden. Is ja auch ein VW. Dann verdienen wier weiter unseren gerechten Lohn und davon kaufen wir Aktien von VW und die Rendite gibt uns recht. Was an den Ding so von Zeitarbeitern zusammengeschraubt wird ist doch billig oder ? Denke Dacia tuttttsss auch die DDR-ler sind im Vorteil sind die Dinger gewohnt. So ein Polo 1991 Bj. passt auch noch aber dann hörts auf. Golf kann sich keiner Leisten der arbeiten geht, selbst mit Mindestlohn

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