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28.12.2016

13:11 Uhr

Autokauf im Internet

Die Amazonisierung des Autohandels

VonLukas Bay

Bislang werden vor allem Gebrauchtwagen im Internet gehandelt. Doch demnächst soll der gesamte Autohandel digitalisiert werden – mit ersten Modellen über Amazon. Was das für Händler und Hersteller bedeutet.

Viele Käufer möchten nicht auf die Testfahrt verzichten. gms

Neuwagenkauf im Autohaus

Viele Käufer möchten nicht auf die Testfahrt verzichten.

DüsseldorfDas Internet hat den Handel innerhalb weniger Jahre rasant verändert. Zunächst war es Amazon, das die Buchhändler unter Druck setzte. Dann fingen Modehändler wie Zalando an, mit den Läden in der Innenstadt zu konkurrieren. Und mittlerweile werden selbst Lebensmittel immer öfter über das Netz verkauft.

Allein der Autohandel findet zu großen Teilen immer noch im Autohaus statt. Im vergangenen Jahr wurde weltweit nur jeder zehnte Neuwagen im Internet gekauft. Und dabei wurden sogar die Käufe mitgezählt, die zwar im Netz angebahnt, aber letztlich über einen niedergelassenen Händler abgewickelt wurden.

Würden Sie einen Neuwagen im Internet kaufen?

Doch die Nachfrage nach dem digitalen Autokauf soll laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Capgemini Consulting deutlich zunehmen. Dafür wurden Verbraucher in China, Deutschland und den USA zu ihrem Verhalten beim Autokauf befragt. Rund drei Viertel aller Befragten könnten sich demnach vorstellen, ihr nächstes Auto im Netz zu kaufen. Gerade bei jungen Käufern steigt das Interesse, ihr Auto so zu kaufen, wie sie es auch in anderen Bereichen gewohnt sind.

Denn bislang funktioniert der Autohandel seit Jahren nach einem ähnlichen Prinzip: Kaufpreise werden beim Autohändler meist verhandelt. Das hinterlässt bei vielen Käufern die Unsicherheit, zu viel bezahlt zu haben. Erfolgreiche Autohändler im Netz müssten nach Ansicht der Berater darum mit Niedrigpreisgarantien und einer stärkeren Vergleichbarkeit der Angebot arbeiten.

Für die Unternehmensberater gibt es Gründe dafür, dass der Autohandel im Netz bislang noch keine großen Marktanteile erobert hat. „Die Autohersteller sind besorgt, welche Folgen der Online-Handel für die Händler haben könnte“, sagt Capgemini-Autoexperte Markus Winkler. Darum scheuen viele davor zurück, im Netz große Rabatte zu gewähren und halten zu oft am bisherigen Vertriebsmodell fest.

Doch das könnte in den kommenden Jahren nicht mehr reichen. Kleinere Automarken ohne großes Händlernetz haben es leichter, ihren Handel zu digitalisieren. Elektropionier Tesla setzt auf einen Direktvertrieb, bei dem der erste Kontakt in der Regel im Netz zustande kommt. Auch der chinesische Marke „Lync & Co“ setzt auf digitale Vertriebsmodelle.

Kommentare (6)

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Herr Leo Löwenstein

28.12.2016, 14:14 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Herr Max Marx

28.12.2016, 14:15 Uhr

Das finde ich gut. Dann kann der Postbote gleich meine Pakete im neuen Auto mitbringen.

Herr garry Auspa

28.12.2016, 14:41 Uhr

Bei uns läuft das schon lange so. Kein Gefeilsche mehr im Laden und den vollen Preis auf dem Bildschirm.
Ich brauche keinen "netten Fuzzi" der mir irgendeine Option andrehen will, die ich nicht brauche.
Hier geht es nur um den Preis und sonst gar nix.
Am Besten kann ich dasAuto gleich mitnehmen und überweise auf das Konto.

Die Schlüsseluebergabe reicht, alles Primporium aissenherum kostet nur Geld.
Der Autokauf sollte so sein wie ein sofa kauf bei Ikea.
Eine BMW Erlebniswelt etc brauche ich nicht, aber eine gute und zuverlaessig Werkstatt ohne ueberzogene und vergoldete Preise fuer Ersatzteile und Arbeiten.
Wer guten Service und gute Preise hat ist mein mann. Dazu gehört nicht unbedingt ein ein Espresso.

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