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21.05.2015

10:05 Uhr

Autokonjunktur treibt an

Schaeffler glänzt mit deutlicher Umsatzsteigerung

Die florierende Autokonjunktur lässt bei Zulieferer Schaeffler die Kassen klingeln. Im ersten Quartal steigt der Umsatz um mehr als zwölf Prozent. Damit bleibt der Konzern bei seinen Jahreszielen auf Kurs.

Autozulieferer Schaeffler profitiert vom starken Autogeschäft. dpa

Sonnige Aussichten

Autozulieferer Schaeffler profitiert vom starken Autogeschäft.

DüsseldorfDer fränkische Familienkonzern Schaeffler hat zum Jahresauftakt von der guten Autokonjunktur und Währungseffekten profitiert. Einmalaufwendungen für die Refinanzierung ließen den Nettogewinn indes um ein Viertel einbrechen, wie der Hersteller verschiedener Hightech-Komponenten und Wälzlager für Autos, Flugzeuge oder Industrieanlagen am Donnerstag mitteilte.

Im ersten Quartal schnellte der Umsatz um 12,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 5,3 Prozent. Wesentlicher Treiber sei das Automotive-Geschäft gewesen mit einem Umsatzwachstum von 13,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 434 Millionen Euro. Der Nettogewinn ging hingegen um 53 Millionen auf 167 Millionen Euro zurück. Der Schaeffler-Gruppe, die sich 2009 mit der Übernahme des drei Mal so großen Conti -Konzerns verhoben und einen Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro angehäuft hatte, gelang es inzwischen durch mehrere Refinanzierungsrunden, ihre Zinskosten erheblich zu senken.

Womit die Zulieferer zu kämpfen haben

Hoher Finanzbedarf

Immer mehr Innovationen müssen von den Zulieferern selbst kommen. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben steigen dadurch stark an. Die Zulieferer müssen stärker in Vorleistung gehen und tragen damit ein höheres unternehmerisches Risiko.

Globalisierung

Die Autokonzerne bauen immer mehr Werke in Asien oder Mexiko. Damit steigt der Druck auf die Zulieferer, ebenfalls in neue Standorte zu investieren.

Benachteiligung von Mittelständlern

Global agierende Autokonzerne schreiben ihre Aufträge immer öfter für die weltweite Produktion aus. Viele mittelständische Zulieferer können weder die geforderten Stückzahlen herstellen noch den Konzernen einfach ins Ausland nachfolgen.

Hoher Preisdruck

Autokonzerne wie PSA und GM bilden immer öfter Einkaufsgemeinschaften, gleichzeitig steigt die Zahl von Modulbaukästen für die identische Teile in sehr hoher Stückzahl benötigt werden. Beides führt dazu, dass der Preisdruck steigt. Die Zahl der Zulieferer, die das leisten kann, sinkt.

Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen, die ein Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent vorsehen. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll 12 bis 13 (Vorjahr: 12,6) Prozent erreichen. 2014 hatte Schaeffler einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro erreicht und ein Ebit von 1,5 Milliarden Euro erzielt.

Von

rtr

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