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21.02.2014

12:20 Uhr

Autokonzern

Daimler-Vorstände kassieren mehr Gehalt

Daimler-Chef Zetsche kann sich über ein leicht erhöhtes Gehalt freuen. Von diesem Jahr an ist es jedoch begrenzt, hat der Aufsichtsrat beschlossen. Für das Kontrollgremium hat Daimler zudem neue Köpfe nominiert.

Daimler-Angestellte montieren die S-Klasse: Der Daimler-Vorstand ist auf der Jagd nach höheren Gewinnen. Reuters

Daimler-Angestellte montieren die S-Klasse: Der Daimler-Vorstand ist auf der Jagd nach höheren Gewinnen.

StuttgartDank des Rekordgewinns im vergangenen Jahr hat der Vorstand des Autobauers Daimler deutlich mehr verdient. Die Gesamtvergütung von Vorstandschef Dieter Zetsche stieg 2013 um knapp 100.000 Euro auf 8,2 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht. Die Höhe der Manager-Bezahlung richtet sich zum Teil nach dem Gewinn des Konzerns. Dieser war im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von 10,8 Milliarden Euro gestiegen - allerdings lag das maßgeblich an den Sondereinnahmen aus dem Verkauf von Anteilen am Luftfahrtkonzern EADS/Airbus von rund drei Milliarden Euro. Ohne diesen Betrag wäre das Ergebnis wie bereits im Vorjahr gesunken. 2012 musste die Daimler-Spitze deshalb Gehaltseinbußen hinnehmen.

Auf der Jagd nach steigendem Gewinn müssen Zetsche und seine sechs Vorstandskollegen ab diesem Jahr höhere Ziele erreichen, um an millionenschwere Bonuszahlungen zusätzlich zur Grundvergütung zu kommen. Der Aufsichtsrat hat die Messlatte beim Renditeziel höher gelegt. Der Gewinn muss künftig fünf Prozent über dem Durchschnitt einer Vergleichsgruppe von Autobauern liegen - bisher musste er nur ebenso hoch sein. Neu ist ab 2014 auch eine Grenze für die Gesamtvergütung. Sie darf bei den Vorstandsmitgliedern das 1,9-fache einer individuellen Zielvergütung nicht überschreiten. Der Vorstandschef hat mit 1,5 eine strengere Grenze.

Eine Familie beim Autokonzern

Einmal Daimler, immer Daimler

Eine Familie beim Autokonzern: Einmal Daimler, immer Daimler

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In den Daimler-Aufsichtsrat sollen zudem drei bekannte Manager auf der Anteilseignerseite einziehen. Der Hauptversammlung soll die Wahl des ehemaligen BMW- und VW-Chefs Bernd Pischetsrieder, des Siemens -Vorstandschefs Joe Kaeser sowie des früheren Bosch-Spitzenmanagers Bernd Bohr vorgeschlagen werden, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht von Daimler hervorgeht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Nachwuchs

21.02.2014, 19:05 Uhr

Und warum müssen die Herren für Ihre Fehler nicht einstehen bzw. ersetzen aus ihren Privatvermögen (USA)?? Es sind ja nur "Peanuts"!!

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