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28.02.2004

15:50 Uhr

Autokonzern nutzt Möglichkeit aus neuem Tarifvertrag

DaimlerChrysler lässt länger arbeiten

Der neue Tarifabschluss in der Metallbranche erlaubt eine Ausweitung der Arbeitszeit. Als erstes Unternehmen nutzt DaimlerChrysler in Baden-Württemberg die Möglichkeit.

HB BERLIN. Als erstes Unternehmen nutzt der Autokonzern DaimlerChrysler die Möglichkeiten des vor kurzem abgeschlossenen Tarifvertrages in der Metall- und Elektroindustrie. Wie die Zeitung «Stuttgarter Nachrichten» am Samstag berichtete, will der Konzern seine Mitarbeiter in der Entwicklung und Planung im Werk Sindelfingen künftig wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten lassen.

Bisher konnten nur 18 Prozent des Personals eines Betriebes länger als 35 Stunden arbeiten. Der Betriebsrat habe jetzt einer Ausweitung bis 100 Prozent zugestimmt, wenn es dadurch nicht zu Arbeitsplatzabbau komme und die Mitarbeiter freiwillig mehr arbeiteten, schrieb die Zeitung. In Sindelfingen sind über 10.000 der rund 40.000 Mitarbeiter in der Pkw-Entwicklung und Produktionsplanung beschäftigt.

«Damit unterstützen wir den Wunsch nach weiterer Flexibilisierung im Interesse der Mitarbeiter», sagte der Chef des Gesamtbetriebsrats, Erich Klemm, der Zeitung. «Ich bin zuversichtlich, dass auch die IG Metall dem zustimmen wird.» Personalvorstand Günther Fleig zeigte sich zufrieden: «Die tarifvertraglichen Restriktionen sind damit vollständig aufgehoben.»

Inwieweit Mitarbeitern die 40-Stunden-Woche angeboten werde, liege nun in den Händen der Bereiche, ergänzte Fleig und kündigte an, für weitere Bereiche des Konzerns in den kommenden Wochen ähnliche Regelungen anzustreben.

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