Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.11.2013

08:38 Uhr

Autokonzern

Toyota bleibt auf Erfolgskurs

Der schwache Yen hilft dem Autohersteller Toyota. Der Wechselkurs ist ein Grund, weshalb der Konzern den Gewinn in den vergangenen sechs Monaten um über 80 Prozent gesteigert hat. Und das soll nicht das Ende sen.

Toyota-Rennwagen bei einem Nascar-Rennen in den USA: Der Konzern legt einen Gewinnsprung hin. AFP

Toyota-Rennwagen bei einem Nascar-Rennen in den USA: Der Konzern legt einen Gewinnsprung hin.

TokioToyota strotzt vor Stärke und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit noch mehr Gewinn. Der japanische Auto-Hersteller hob am Mittwoch sein Ergebnisziel für 2013/14 um 13 Prozent an. Demnach sollen nun unter dem Strich umgerechnet gut 12,5 Milliarden Euro verdient werden. Der Weltmarktführer vor GM und VW profitiert derzeit vom schwachen Yen, der den Absatz im Ausland erleichtert. Mit dem erwarteten Ergebnis würde Toyota nur ganz knapp unter dem Rekordgewinn aus dem Geschäftsjahr bis Ende März 2008 bleiben.

Der Überschuss sei in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 83 Prozent in die Höhe geschossen, teilte der Autohersteller weiter mit. Der Umsatz habe um knapp 15 Prozent zugelegt. Toyota ist der exportstärkste Hersteller in Japan. In den USA - dem wichtigsten Markt für den Konzern - stieg der Absatz zwischen Juli und September um gut zwölf Prozent.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Toyota war nach dem verheerenden Erdbeben in Japan im März 2011 zurückgefallen, ist mittlerweile aber wieder die Nummer eins der Branche. In den ersten neun Monaten des Kalenderjahres verkaufte Toyota 7,41 Millionen Fahrzeuge. Die Opel-Mutter GM kam auf 7,25 Millionen, Volkswagen weltweit auf 7,18 Millionen.

Der deutlich kleinere japanische Hersteller Mitsubishi Motors legte unterdessen einen Plan vor, mit dem es nach vielen schwachen Jahren wieder bergauf gehen soll. Der operative Gewinn dürfte demnach im Vergleich mit diesem Jahr bis 2016/17 um mehr als ein Drittel zulegen und den Rekordwert von umgerechnet gut einer Milliarde Euro erreichen. Dann sollen 1,43 Millionen Wagen verkauft werden. Dieses Jahr dürften es nur 1,11 Millionen sein. Mitsubishi zielt vor allem auf Schwellenländer.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

NazisRaus

06.11.2013, 10:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×