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20.01.2009

17:20 Uhr

Autokrise

VW schickt 60 000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Nach BMW und Daimler hat nun auch Europas größter Autobauer Volkswagen Kurzarbeit angekündigt. Die Regelung soll zwei Drittel der Belegschaft betreffen. Damit stellt sich der Wolfsburger Konzern auf den erwarteten Konjunktureinbruch ein.

Der Wolfsburger Autokonzern VW schickt zwei Drittel der Belegschaft in Kurzarbeit. Foto: dpa. Quelle: dpa

Der Wolfsburger Autokonzern VW schickt zwei Drittel der Belegschaft in Kurzarbeit. Foto: dpa.

HB WOLFSBURG. Angesichts der dramatischen Absatzkrise in der Autoindustrie hat nun auch Europas größter Autobauer Volkswagen (VW) für einzelne Bereiche seiner deutschen Werke Kurzarbeit beschlossen. Die Regelung betreffe rund zwei Drittel der 92 000 Beschäftigten in Deutschland und gelte für die Zeit zwischen dem 23. und 27. Februar, teilte VW in Wolfsburg mit.

Zuvor hatte auch BMW angekündigt, ab Februar in vier seiner Werke in Kurzarbeit zu gehen. Der Stuttgarter Konkurrent Daimler hatte bereits im Dezember mitgeteilt, zehntausende Beschäftigte in Kurzarbeit zu schicken. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hatte Mitte Dezember einen dramatischen Einbruch der Autokonjunktur vorausgesagt. Der VW-Konzern werde sich 2009 auf ein Minus von 10 bis 12 Prozent einstellen müssen, sagte er damals.

Nach VW-Angaben sind von der Kurzarbeit zum Beispiel der Bereich Forschung und Entwicklung sowie Teile der Komponentenfertigung ausgenommen. Die Kapazität werde "maßvoll der Nachfrage" angepasst, erklärte Personalleiter Jochen Schumm. Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte, die aktuelle Marktlage habe auch Auswirkungen auf VW. Die Überstundenkonten seien mittlerweile weitestgehend abgebaut. Den Beschäftigten entstünden keine Nachteile, denn VW stocke das Kurzarbeitergeld weitgehend auf.

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