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06.01.2014

13:26 Uhr

Automarkt

Ford und Toyota mit viel Absatz in China

Toyota hat im vergangenen Jahr seine hochgesteckten Absatzziele in China übertroffen. Mehr als 900.000 Fahrzeuge verkaufte der Konzern 2013. Ein Autobauer ist bei den Chinesen aber noch beliebter.

Toyota freut sich über einen hohen Absatz in China. AFP

Toyota freut sich über einen hohen Absatz in China.

TokioFord ist im vergangenen Jahr in China der japanischen Konkurrenz davongefahren. Zusammen mit seinen lokalen Partnern verkaufte der US-Autobauer 935.813 Wagen und damit 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Toyota hat im abgelaufenen Jahr nach Angaben aus Unternehmenskreisen mehr als 900.000 Autos in China verkauft und damit sein Ziel übertroffen. Trotzdem hat der japanische Autobauer genau wie Mitbewerber Honda an Boden verloren. Beide japanischen Konkurrenten schraubten ihren Absatz in der Volksrepublik zwar hoch, jedoch nur um 9,2 beziehungsweise 26,4 Prozent.

Während Ford mit Modellen wie dem neuaufgelegten Focus und Mondeo in China für Aufsehen sorgte, belastete der chinesisch-japanische Inselstreit die Beliebtheit der japanischen Marken. Damit tastet sich Ford nach und nach an die Platzhirschen in China, die Opel-Mutter General Motors und Volkswagen, heran - jedoch, ohne diesen wirklich nahe zu kommen. Der US-Konzern und der deutsche Branchenprimus haben 2013 Schätzungen zufolge drei Millionen Autos in China verkauft.

Toyota setzte im vergangenen Jahr 917.500 Wagen in China ab und profitierte dabei von dem stark überarbeiteten Modell des Geländewagens RAV4. Im laufenden Jahr will der Weltmarktführer mehr als 1,1 Millionen Stück verkaufen - eine Marke, die der Konzern in der zweitgrößten Volkswirtschaft hinter den USA seit einigen Jahren knacken will. Honda kam 2013 auf 756.882 Fahrzeuge. Noch vor Ford, Toyota und Honda dürften Schätzungen zufolge neben GM und Volkswagen der japanische Autobauer Nissan mit knapp 1,3 Millionen verkauften Wagen und Hyundai mit 1,6 Millionen Exemplaren liegen. Diese Unternehmen haben ihre Zahlen noch nicht veröffentlicht.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Stärkere Zuwächse der japanischen Autobauer dürfte auch der Inselstreit verhindert haben. Beide asiatischen Großmächte beanspruchen eine Gruppe kleiner Felseninseln für sich. Dahinter stehen vor allem wirtschaftliche Interessen, denn in dem Gebiet werden Erdöl und Bodenschätze vermutet. Nach der Verstaatlichung zweier Eilande durch Japan 2012 hatte die Volksrepublik zum Boykott japanischer Produkte aufgerufen, der sich auch im vergangenen Jahr noch auswirkte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.01.2014, 09:22 Uhr

Zitat : Toyota mit viel Absatz in China

- und VW baut Fabriken....:-)

Konfuzius läßt grüßen !

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