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11.11.2013

11:14 Uhr

Automaten-Hersteller

Wincor hebt nach Gewinnsprung Dividende an

Das Geschäft in den Schwellenländern sorgt dafür, dass das Unternehmen, das unter anderem Geldautomaten produziert, ein stattliches Gewinnplus vorweisen kann. Die Aktionäre sollen davon profitieren.

Blick in die Wincor Nixdorf-Produktion in Paderborn: Aktionäre sollen durch eine höhe Dividende von guten Geschäften profitieren. dpa

Blick in die Wincor Nixdorf-Produktion in Paderborn: Aktionäre sollen durch eine höhe Dividende von guten Geschäften profitieren.

DüsseldorfNach jahrelanger Durststrecke ist der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf dank florierender Geschäfte in den Schwellenländern wieder auf Wachstumskurs. Der Paderborner Konzern verbuchte in dem im September abgelaufenen Bilanzjahr 2012/13 einen Gewinnsprung und peilt auch im laufenden Jahr Umsatz- und Ergebnisverbesserungen an, wie Wincor-Chef Eckard Heidloff am Montag in Düsseldorf sagte. Die Aktionäre sollen davon profitieren und für das vergangene Geschäftsjahr eine um 43 Cent auf 1,48 Euro angehobene Dividende erhalten.

2012/13 verbuchte Wincor bei einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 2,645 Milliarden Euro einen Anstieg des operativen Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von 31 Prozent auf 132 Millionen Euro. Damit traf der Konzern nicht nur die eigenen Erwartungen sondern auch die der Analysten fast punktgenau. Für das laufende Bilanzjahr kündigte Heidloff ein Umsatzplus von vier Prozent und einen Ergebnisanstieg um 17 Prozent auf 155 Millionen Euro an.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen

Putzmeister

Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar 2012 das schwäbische Unternehmen für gut 320 Millionen Euro.

Kiekert

Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt 2012 den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme aus Heiligenhaus (NRW).

Schwing

Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April 2012 Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers. Der Verkaufspreis des Herner Unternehmens soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Kion

2012 steigt der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Die Chinesen kaufen zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent an Kion und steigern 2015 ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Außerdem erhält der Investor für 271 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an der Hydrauliksparte Kions.

Solibro

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni 2012 den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

Sunways

Der Konstanzer Photovoltaik-Konzern ging 2012 zum Schnäppchenpreis an den chinesischen Solarriesen LDK Solar. Doch 2013 und 2014 reichte Sunways jeweils einen Insolvenzantrag ein. Teile des Unternehmens wurden in der Folge an den chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft.

Tailored Blanks

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Koki Technik Transmission Systems

Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Hilite

Avic übernimmt 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Autozulieferer.

Krauss-Maffei

Im Januar 2016 verkauft Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

EEW

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft im Februar 2016 den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Verkäufer ist der schwedische Investor EQT. EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte.

Manz

Die Shanghai Electric Group steigt im Frühjahr mit Anteilen von etwa 20 Prozent bei dem angeschlagenen Maschinenbauer ein.

Kuka

Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie. Der chinesische Midea-Konzern hat Kuka ein Übernahmeangebot im Umfang von 4,5 Milliarden Euro gemacht und mit dessen Hilfe knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile übernommen.

Der Geldautomatenhersteller war durch die Euro-Schuldenkrise und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung der Banken vom Wachstumskurs abgekommen. Im Zuge des Konzernumbaus strich Wincor 500 Stellen. Künftig soll das Software-Geschäft mehr Gewicht erhalten. Heidloff will den Umsatz hier – auch durch Zukäufe – innerhalb der kommenden fünf Jahre auf mehr als 600 Millionen Euro verdoppeln.

Von

rtr

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