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10.11.2014

12:56 Uhr

Automatenbauer

Wincor Nixdorf schafft kein Wachstum

Für Wincor-Anleger gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Schlechte: Der Automatenbauer Wincor Nixdorf konnte bei Gewinn und Umsatz nicht zulegen. Die Gute: Die Dividende wurde kräftig angehoben.

Der Automatenbauer Wincor Nixdorf stagniert. Dafür hob das Unternehmen die Dividende an. dpa

Der Automatenbauer Wincor Nixdorf stagniert. Dafür hob das Unternehmen die Dividende an.

DüsseldorfDer Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf hat die Konjunkturflaute in den Schwellenländern zu spüren bekommen. Umsatz und Gewinn lagen in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 auf Vorjahresniveau, wie der Konzern am Montag in Düsseldorf mitteilte. Allein dank eines Verkaufserlöses von 20 Millionen Euro stieg das operative Ergebnis auf 155 (Vorjahr: 132) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine höhere Dividende von 1,75 (1,48) Euro bekommen.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Trotz des anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes hofft Vorstandschef Eckard Heidloff für 2014/15 auf ein anziehendes Geschäft. Das seit Oktober laufende erste Quartal wird aber noch schlechter als im Vorjahr ausfallen. Nach 2,469 Milliarden Euro im vergangenen Jahr soll der Umsatz 2014/15 moderat steigen. Das um den Verkaufserlös bereinigte Ebita soll sich dazu leicht überproportional verbessern. Als mögliche Wachstumstreiber macht Heidloff die zunehmende Digitalisierung aber er setzt auch wieder auf die Schwellenländer, obwohl deren Dynamik derzeit noch zu wünschen übrig lasse.

Wincor hatte in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanzkrise gelitten und mit Stellenstreichungen gegengesteuert. Die Banken als eine der größten Kundengruppen des Konzerns hielten sich mit Investitionen zurück, das Europa-Geschäft hat sich bis heute nicht erholt.

Von

rtr

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