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20.04.2015

10:37 Uhr

Automesse in Shanghai

SUV-Modelle sollen China-Geschäft ankurbeln

Auch in China wächst die Autobranche nicht mehr so rasant wie bisher: Die schwache Konjunktur schlägt auf den Automarkt durch. Die deutschen Hersteller reagieren mit einer Modellinitiative, etwa mit Geländelimousinen.

BMW präsentiert den neuen X5 xDrive 40e. AFP

Bei der Eröffnung der internationalen Automesse in Shanghai

BMW präsentiert den neuen X5 xDrive 40e.

ShanghaiAngesichts eines schwächeren Wachstums wollen die deutschen Autobauer ihren Verkauf in China mit mehr Gelände- und Kompaktwagen aus lokalen Fabriken ankurbeln. Während der weltgrößte Fahrzeugmarkt im Moment vor allem im Segment für Billigautos wächst, sollen bei Daimler und BMW künftig mehr Geländelimousinen vor Ort gebaut werden, wie Unternehmensvertreter am Montag zur Eröffnung der internationalen Automesse in Shanghai ankündigten.

Während bei Daimler die Produktion des Kompakt-SUV GLA anläuft, ist es beim Rivalen aus München „sehr wahrscheinlich“, dass in Kürze mindestens ein weiteres Modell in Geländewagen-Optik aus dem chinesischen Werk rollen wird, wie Vertriebschef Ian Robertson sagte.

Auch Kunden mit mehr Geld wollten mehr und mehr selbst hinter dem Steuer sitzen und sich nicht mehr chauffieren lassen. Damit steige die Nachfrage nach SUV-Modellen stärker als die nach klassischen Limousinen.

Audi gab sich unverändert optimistisch und setzt auf das Kompaktsegment. Auch das langsamere Wachstum auf dem größten Automarkt der Welt bedeute nicht, „dass sich Oberklassewagen schlecht verkaufen“, sagte Audi-China-Chef Dietmar Voggenreiter.

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Die Kaufkraft verlagere sich aber eher in das Mittelklasse- und Kompaktwagensegment, das zu einem der Wachstumstreiber geworden sei. Als weiterer Trend zeige sich die Verlagerung von den Top-50-Metropolen in die Städte der zweiten Ebene, die zunehmend wichtiger seien.

Die Kunden seien heute zudem jünger und stärker modebewusst, sagte Voggenreiter. Zwar habe der Oberklasse-Markt im ersten Quartal nur um fünf Prozent zugelegt, doch sei Audi um sieben Prozent gewachsen. Ob die Ingolstädter bis Jahresende wie bisher wieder schneller als der Premiummarkt wachsen werden, wollte der Audi-China-Chef aber noch nicht vorhersagen.

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