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02.01.2014

11:33 Uhr

Automobilbranche

Hyundai erwartet Rekordabsatz

Der VW-Konkurrent Hyundai arbeitet sich vor, wenn auch mit gedrosseltem Tempo: Der weltweit fünftgrößte Autohersteller rechnet nach dem erfolgreichen Jahr 2013 mit weiteren Absatzrekorden. Das Wachstum lässt indes nach.

Hyundai-Chef Chung Mong-koo will knapp acht Millionen Autos verkaufen. Reuters

Hyundai-Chef Chung Mong-koo will knapp acht Millionen Autos verkaufen.

SeoulDie südkoreanische Hyundai-Motor-Gruppe rückt immer näher an die Absatzschwelle von acht Millionen Autos heran. Der VW-Konkurrent erwartet für das neue Jahr erneut einen Rekordabsatz - allerdings bei insgesamt gedrosseltem Wachstumstempo. Konzernchef Chung Mong Koo gab am Donnerstag in Seoul das Ziel aus, weltweit 7,86 Millionen Autos zu verkaufen. Das wäre im Jahresvergleich ein Anstieg von vier Prozent. Trifft die gewohnt vorsichtige Prognose zu, wäre es die schwächste Zuwachsrate bei Hyundai-Kia seit acht Jahren.

Mit rund 7,56 Millionen verkauften Autos verzeichnete der Konzern 2013 nach eigenen Angaben einen neuen Höchststand. Mit einem Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zu 2012 lagen die Südkoreaner damit über dem vorher gesteckten Ziel. Hyundai Motor und die kleinere Schwester Kia Motors belegen zusammen Rang fünf unter den größten Autoherstellern.

Chung bekräftigte in einer Rede an die Belegschaft zum neuen Jahr die Strategie, angesichts des schärfer werdenden Wettbewerbs stärker auf qualitatives Wachstum zu setzen. Der Konzern müsse sicherere und effizientere Autos bauen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Yonhap.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Die südkoreanischen Autobauer blicken insbesondere mit Sorge auf die Aufwertung der Landeswährung zum japanischen Yen. Dies verschärft den Wettbewerb mit den Rivalen im Nachbarland. Der Wert des südkoreanischen Won legte 2013 um 22 Prozent gegenüber dem Yen zu.

Für Hyundai hatte sich in den vergangenen Jahren eine aggressive Expansion bezahlt gemacht. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die starke Nachfrage in China und anderen aufstrebenden Märkten.

In Europa hingegen dürfte Hyundai auch in diesem Jahr noch keine großen Sprünge machen. Für 2014 peilen die Südkoreaner erneut einen Marktanteil von 3,5 Prozent an und erwarten nicht, stärker als die Konkurrenz vom wieder anziehenden Geschäft zu profitieren. Die Nachfrage dürfte um etwa drei Prozent wachsen, hatte der Vize-Präsident des Europageschäfts, Allan Rushforth, im Dezember prognostiziert.

Südkoreas Branchenführer Hyundai Motor allein erwartet in diesem Jahr einen Absatz von 4,9 Millionen Fahrzeugen, nach rund 4,72 Millionen Einheiten im vergangenen Jahr. Kia will nach eigenen Angaben 2,96 Millionen Autos absetzen, nach etwa 2,83 Millionen 2014. Die beiden Marken arbeiten getrennt voneinander.

Von

dpa

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