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01.01.2011

10:00 Uhr

Automobilbranche

Moderner Dreikampf

VonMartin Buchenau

Der Dreikampf zwischen Toyota, General Motors und Volkswagen wird nicht nur in den USA, sondern auch in China entschieden. Das könnte zum Vorteil für VW werden – über den dritten Platz werden die Deutschen trotzdem nicht hinauskommen.

VW hat im Dreikampf mit Toyota und GM die schlechtesten Karten. dpa

VW hat im Dreikampf mit Toyota und GM die schlechtesten Karten.

STUTTGART . Der Dreikampf von Toyota, General Motors (GM) und Volkswagen um den Autothron wird sich 2011 zuspitzen. Schauplatz für das Titelrennen ist zunächst der wieder erstarkte US-Markt, aber auch China wird immer wichtiger. Toyota lässt sich auch durch Rückrufaktionen nach der Unfallserie in den USA nicht so leicht aus dem Ring drängen. GM wurde mit Staatsgeld fitgespritzt und hat ein beachtliches Comeback mit Börsengang hingelegt. Und VW als größter europäischer Autobauer boxt sich kontinuierlich weiter nach oben.

Im zu Ende gehenden Jahr werden sowohl Branchenführer Toyota als auch GM mehr als acht Millionen Fahrzeuge abgesetzt haben. VW legt zwar ebenfalls tüchtig zu und verkauft wohl erstmals mehr als sieben Millionen Fahrzeuge. Die Wolfsburger müssen sich aber vorerst mit Position drei zufriedengeben.

Allerdings rechnet GM in China seine Minderheitsbeteiligung an der Gemeinschaftsfirma SAIC-GM-Wuling mit. Ohne deren Absatz hat VW die Amerikaner bereits überholt. Schließlich zählen die Wolfsburger bei ihren Verkäufen ja auch nicht die Minderheitsbeteiligung an Suzuki mit, sonst könnten sie bereits heute den Weltmeistergürtel für sich beanspruchen.

Auf dem sich erholenden US-Markt kann GM den Heimvorteil nutzen, aber auch Toyota profitiert von der starken Fertigung vor Ort. Der VW-Konzern will aber keineswegs kampflos zuschauen: Vorstandschef Martin Winterkorn hat mit der "Strategie 2018" das Ziel ausgegeben, allein im US-Markt den Jahresabsatz von jetzt 300 000 auf über eine Million Fahrzeuge mehr als zu verdreifachen. Schon beim Jahresauftakt, traditionell die Automesse in Detroit in der zweiten Januarwoche, werden die Wolfsburger die große Offensive auf dem US-Markt ausrufen - bislang noch die größte Schwachstelle im Titelkampf.

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