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28.01.2007

10:20 Uhr

Automobilindustrie

Arbeitsplatzabbau wegen neuer Abgasnormen befürchtet

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat vor dem Verlust Zehntausender Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie gewarnt, falls die EU-Kommission ihre geplanten Kohlendioxid-Grenzwerte durchsetzt.

HB HAMBURG. „Die Pläne, die der griechische EU-Kommissar Dimas und Umweltminister Sigmar Gabriel gegen die deutsche Automobilindustrie verfolgen, müssen dringend gestoppt werden“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Der Daimler-Chrysler-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm geht nach eigenen Worten davon aus, dass allein in seinem Unternehmen 65 000 Mitarbeiter betroffen wären. „Wenn das so beschlossen wird, dann müssen wir unsere Fabriken schließen, in denen C-, E- und S-Klasse produziert werden“, wurde er zitiert. Betroffen wären demnach die Werke in Sindelfingen, Untertürkheim und Bremen.

Dem Bericht zufolge schrieb IG-Metall-Chef Jürgen Peters einen Brief an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, in dem er bittet, die Entscheidung über den neuen Grenzwert zu verschieben. Auch die Gewerkschaften müssten sich an der Meinungsbildung beteiligen.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat eine gesetzliche Regelung angekündigt, mit der die Autohersteller verpflichtet werden sollen, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012 um ein Viertel zu vermindern. Dimas plädiert dazu für eine gesetzliche Obergrenze von 120 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer. Die europäischen Automobilhersteller hatten sich verpflichtet, den C02-Ausstoß von Neuwagen 2008 bereits auf im Schnitt 140 Gramm je Kilometer zu begrenzen.

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