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21.11.2013

17:01 Uhr

Automobilkonzern

USA steigen komplett bei General Motors aus

Die US-Regierung will einen Schlussstrich unter die GM-Rettung ziehen – und bis zum Jahresende den Anteilsverkauf abschließen. Die GM-Aktie hat bereits zugelegt. Doch die Regierung dürfte Milliarden-Verluste machen.

Der neue 2015 Chevrolet Colorado Truck: Der Ruf als Staatskonzern „Government Motors" lastete schwer auf dem Unternehmen. Reuters

Der neue 2015 Chevrolet Colorado Truck: Der Ruf als Staatskonzern „Government Motors" lastete schwer auf dem Unternehmen.

WashingtonDie US-Regierung will bei der Opel-Mutter General Motors (GM) bis Jahresende komplett aussteigen. Die von der staatlichen Rettung während der Finanzkrise verbliebenen GM-Aktien im Wert von derzeit 1,2 Milliarden Dollar würden voraussichtlich noch 2013 verkauft, kündigte das US-Finanzministerium am Donnerstag an. Der genaue Zeitplan hänge aber von der weiteren Nachfrage nach den GM-Aktien ab.

Damit macht die Regierung bei ihrem GM-Engagement auf dem Papier wohl einen Verlust von zehn Milliarden Dollar. Die Aktion bewahrte den mittlerweile wiedererstarkten Traditionskonzern jedoch vor der Pleite und sicherte dadurch Zigtausende Arbeitsplätze. An der Börse sorgte die Aussicht auf einen Ausstieg des Staates für Jubel: Die GM-Aktie stieg um 2,5 Prozent.

Das Ministerium erklärte, kürzlich die Veräußerung von 70,2 Millionen Anteilsscheinen abgeschlossen zu haben. Mittlerweile seien dadurch bei den Anteilsverkäufen 38,4 Milliarden Dollar zusammengekommen. Während der Finanzkrise hatte die Regierung 50 Milliarden Dollar in den Autobauer gesteckt und dafür zunächst einen Anteil von gut 60 Prozent erhalten.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Diese Beteiligung wurde um mehr als die Hälfte reduziert, als GM im November 2010 für rund 23 Milliarden Dollar an die Börse ging. Doch der Ruf als Staatskonzern „Government Motors" lastete schwer auf dem Unternehmen.

Auch Kanada hatte dabei geholfen, den Autobauer vor dem Untergang zu bewahren und hält ebenfalls noch GM-Aktien.

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