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14.09.2011

14:34 Uhr

Automobilmesse

Elektromobilität verbreitet sich nur langsam

Hans-Georg Härter, Chef des Zulieferers ZF Friedrichshafen, glaubt nicht an eine schnelle Verbreitung von Elektroautos. Zu viele Fragen seien noch nicht beantwortet worden.

Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender von ZF. dpa

Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender von ZF.

FrankfurtDer Autozulieferer ZF Friedrichshafen rechnet mit einer nur zögerlichen Verbreitung elektrischer Autoantriebe. Die Erwartungen an eine schnelle Verbreitung elektrischer Fahrzeugantriebe erfüllten sich nicht, sagte ZF-Vorstandschef Hans-Georg Härter am Dienstag auf der Automesse IAA in Frankfurt.

„Die Prognose, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bringen, wird schwer einzulösen sein“, sagte der Manager des Getriebe- und Fahrwerkherstellers. Er rechne 2020 weltweit lediglich mit der Produktion von drei bis vier Millionen Elektroautos weltweit - bei einer Jahresproduktion von dann voraussichtlich weltweit 100 Millionen Neufahrzeugen.

Es gebe noch erhebliche Spielräume, um den Verbrauch von Verbrennungsmotoren zu senken oder das Gewicht von Autos durch Leichtbau generell zu reduzieren. „Die Schlacht ist noch nicht geschlagen“, sagte der im kommenden Frühjahr in den Ruhestand wechselnde Manager.

Bei sinkendem Mineralölverbrauch durch eine zunehmende Verbreitung von Elektroautos müssten sich die Staaten zudem auf geringere Einnahmen durch die Mineralölsteuer einstellen. Möglicherweise könnten daher Elektroautos künftig höher besteuert werden müssen, um keine Einnahmeausfälle zu erleiden. Dadurch könnten sich Kosten für Elektroautos noch drastisch erhöhen.

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