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18.07.2013

14:27 Uhr

Automobilzulieferer

Bosch baut weiter Kapazitäten ab

Nachdem Bosch vor wenigen Tagen 1.800 Mitarbeitern in den Geschäftsfeldern Industrie-, Energie- und Gebäudetechnik Kurzarbeit verordnete, geht es jetzt auch im Geschäftsfeld Starter und Generatoren zur Sache.

Wegweiser mit der Aufschrift des Technologieunternehmens Bosch in Arnstadt, Thüringen. Der Maschinenbauer Bosch kürzt Kapazitäten. dpa

Wegweiser mit der Aufschrift des Technologieunternehmens Bosch in Arnstadt, Thüringen. Der Maschinenbauer Bosch kürzt Kapazitäten.

Auch aus der Autoindustrie verspürt der Maschinenbauer Bosch offenbar Gegenwind. Bei Startern und Generatoren, die für europäische Automobilhersteller unter anderem mit 1300 Beschäftigten in Hildesheim gefertigt werden, zeichne sich ein Kapazitätsabbau ab, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Stuttgart.

Der Produktionsstandort in Hildesheim, an dem insgesamt 3500 Bosch-Mitarbeiter beschäftigt sind, solle künftig stärker als "Leitwerk" für die weltweite Montage von Startern und Generatoren agieren. Damit will Bosch dem Preisdruck entgehen und die Elektromotoren in Großserie künftig verstärkt an billigeren Standorten in Spanien oder Ungarn fertigen. In Hildesheim - wo unter anderem auch Navigationsgeräte montiert werden - soll nur noch jeweils die erste Produktgeneration von Startern und Generatoren gefertigt werden, die Bosch zu höheren Preisen an die Kunden verkaufen kann.

Bosch im Überblick (Kennzahlen 2012/13)

Gesamtumsatz 2012/13

46 Milliarden Euro

Umsatz nach Bereichen

Kraftfahrzeugtechnik: 30,6 Milliarden Euro
Industrietechnik: 6,8 Milliarden Euro
Gebrauchsgüter: 4,1 Milliarden Euro
Energie- und Gebäudetechnik: 4,6 Milliarden Euro

Umsätze nach Regionen

Europa: 25,5 Milliarden Euro (Deutschland: 10,6 Milliarden Euro)
Nordamerika: 7,8 Milliarden Euro
Südamerika: 1,7 Milliarden Euro
Asien-Pazifik (einschließlich aller übrigen Regionen): 11,1 Milliarden Euro

Forschungsausgaben

etwa 4,5 Milliarden Euro

Mitarbeiter (31.12.2013)

281.381

Im Geschäft mit Startern und Generatoren spürt Bosch schon länger den harten Wettbewerb der Zulieferer, der sich durch die anhaltende Talfahrt der europäischen Automärkte verschärft. Der Umfang des absehbaren Stellenabbaus im Werk Hildesheim stehe voraussichtlich erst in einigen Wochen fest, sagte der Bosch-Sprecher. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen noch, es gehe dabei es auch um Investitionen am Standort. Gemeinsam mit Daimler fertigt Bosch in Hildesheim zudem mit rund 250 Beschäftigten Elektromotoren für Hybrid- und E-Autos. Dieser Geschäftszweig sei nicht von dem geplanten Umbau betroffen.

Erst kürzlich hatte Bosch für rund 1800 Beschäftigte in den Sparten Industrie-, Energie- und Gebäudetechnik kürzere Arbeitszeiten angeordnet, da wegen der Konjunkturschwäche weniger Aufträge vorlägen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.07.2013, 16:19 Uhr

Das alte Mgmt. Fehrenbach/Dais hat sich völlig verzettelt und weder das Basisgeschäft zukunftsfähig aufgestellt noch strategisch die richtigen Weichen gestellt = Totalausfall.

Die Denkzettel gibts nun wochenweise.

Da die Herren nun im Kontrollgremium weiterwerkeln dürfen, kann man die Uhr danach stellen, wann die nächste schlechte Nachricht eintrifft. Spätestens jedoch dann wieder nächste Woche.

Gute Nacht, Bosch.

Account gelöscht!

19.07.2013, 14:14 Uhr

Bosch wird als Arbeitgeber gerne genommen von Duckmäusern, Besserwissern und Sesselfurzern.

Alle andere machen eine großen Bogen um Bosch und gehen dorthin, wo man sich einbringen kann und persönliche Erfolge warten.

Was soll man dann von den Bosch Führungskräften, die weit überwiegend aus den eigenen Reihen rekrutiert werden, halten?

Besser nicht Bosch!

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