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06.10.2017

16:23 Uhr

Automobilzulieferer

Neuer Vorstand bei Schaeffler

VonAxel Höpner

Erneuter Vorstandsumbau bei Schaeffler: Nach dem Wechsel des Finanzvorstands stellt der Autozulieferer einen Vorstand für das Ersatzteile-Geschäft ein. Die Aktie der Herzogenauracher hatte zuletzt kräftig eingebüßt.

Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld (links): Der Automobilzulieferer baut den Vorstand um. dpa

Schaeffler

Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld (links): Der Automobilzulieferer baut den Vorstand um.

MünchenFür den Autozulieferer Schaeffler ist das Zeitalter der Elektromobilität Chance und Bedrohung zugleich. Mehr als die Hälfte des Geschäfts hängt am Verbrennungsmotor. Vorstandschef Klaus Rosenfeld arbeitet daher intensiv an der Transformation – und hat den Umbau in den vergangenen Monaten noch beschleunigt. So hat er die Investitionen in E-Mobilitätsthemen hochgefahren.

Die Neuausrichtung unter dem Zukunftskonzept „Mobilität für morgen“ schlägt sich nun zunehmend auch in der Konzernstruktur nieder, die vereinfacht werden soll. Am Freitag verkündete der Herzogenauracher Konzern eine Vorstandserweiterung. Das Ersatzteilgeschäft bekommt zum Jahreswechsel als dritter Bereich neben der Industrie-Sparte und dem Geschäft mit den Autobauern (Automotive OEM) Vorstandsrang. Das Ressort übernimmt Michael Söding (55).

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Der Hauptsitz der Sparte Automotive OEM wird künftig von Bühl aus geführt. Die Ersatzteil-Einheit wird in Langen angesiedelt. Sitz der Industriesparte bleibt Schweinfurt. Rosenfeld sagte, die Entscheidungen zeigten den Willen, „die Schaeffler-Gruppe in eine, dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld noch zukunftsfähiger aufzustellen“. Mit dem Schritt wolle er nicht nur das Ersatzteil-Geschäft stärken, „sondern zugleich Strukturen vereinfachen und schnellere Entscheidungen ermöglichen“.

Klar ist: Die Neuausrichtung auf die Zukunftsthemen belastet zwischenzeitlich auch die Profitabilität. Die Pläne bedeuteten „höhere Investments, mehr Kosten und zwischenzeitlich eine niedrigere Marge“, sagte Rosenfeld vor einigen Wochen dem Handelsblatt.

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Für 2020 halte er zwar am mittelfristigen Konzernziel einer operativen Umsatzrendite von 12 bis 13 Prozent fest. In der Zwischenzeit könne sie aber wegen der Zukunftsinvestitionen auch niedriger ausfallen. In den vergangenen Monaten gewann Schaeffler wieder etwas Vertrauen an den Kapitalmärkten zurück. Im Frühsommer war der Aktienkurs nach einer Gewinnwarnung in die Tiefe gerauscht. Vom Tief bei gut elf Euro im August hat sich der Kurs seither wieder etwas erholt. Am Freitag sank er leicht auf 13,50 Euro.

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