Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.07.2015

13:41 Uhr

Autonomes Fahren

Bosch verbündet sich mit Tomtom

Der Fahrer muss den Weg kennen. Das gilt auch bei selbstfahrenden Autos. Deshalb arbeiten Fahrzeughersteller und Zulieferer immer enger mit Kartendiensten zusammen – so wie Bosch mit dem niederländischen Anbieter Tomtom.

Bosch arbeitet bereits an Prototypen, die autonomes Fahren ermöglichen sollen. dpa

Weltgrößter Autozulieferer

Bosch arbeitet bereits an Prototypen, die autonomes Fahren ermöglichen sollen.

HamburgDer Autozulieferer Bosch arbeitet mit dem Navi-Anbieter Tomtom bei der Entwicklung hochgenauer Karten für selbstfahrende Autos zusammen. Damit bauen die Stuttgarter einen Konkurrenten zum Kartendienst Here von Nokia auf, um den mehrere deutsche Autobauer derzeit buhlen. Bosch teilte am Dienstag mit, die bestehende Zusammenarbeit mit Tomtom werde um dieses Zukunftsfeld erweitert.

Das niederländische Unternehmen werde die digitalen Karten erstellen, während Bosch die Anforderungen an deren Genauigkeit und Inhalte vorgebe. Erste, selbsterstellte Teilkarten nutzt Bosch bereits für Testfahrten in Deutschland und den USA.

Zulieferer in der Autobranche: Ein bisschen Emanzipation

Zulieferer in der Autobranche

Ein bisschen Emanzipation

Die Autobranche ist zwar noch immer ein Industrie-Schwergewicht, doch zuletzt wurde sie oft von Krisen geschüttelt – was auch die Zulieferer trifft. Selbst kleine Firmen wie Peiker machen sich deshalb auf zu neuen Ufern.

„Bis Ende 2015 wollen wir neue, hochgenaue Karten von allen Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen in Deutschland für das automatisierte Fahren haben“, kündigte Jan Maarten de Vries an, Vice-President Automotive von Tomtom. Danach sollten die Straßen in Europa und Nordamerika abgedeckt werden.

Die digitale Kartentechnik zur Vernetzung von Fahrzeugen oder beim zukunftsträchtigen Geschäft mit selbstfahrenden Autos wird immer wichtiger. Der Tomtom-Rivale Here hat nach Einschätzung von Experten hier das am weitesten entwickelte Angebot. Die Verhandlungen zwischen Nokia und den Autobauern BMW, Daimler und Volkswagen über einen Verkauf des Kartendienstes Here waren Insidern zufolge zuletzt ins Stocken geraten. Tomtom hatte am Dienstag Quartalszahlen vorgelegt, die über den Erwartungen lagen. Die Niederländer profitierten davon, dass Unternehmen wie Apple ihre Lizenzen mit Tomtom zur Belieferung mit digitalen Landkarten verlängerten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×