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07.03.2013

10:43 Uhr

Autosalon Genf

Die verzweifelte Flucht in den Luxus

VonLukas Bay

Italiener und Franzosen verdienen mit ihren Mittelklasse-Autos schon lange kein Geld mehr. Daher suchen die Hersteller ihr Glück zunehmend im Premiumbereich. Doch das Geschäft mit dem Luxus ist besonders hart umkämpft.

Der Alfa Romeo 4C: Der Flitzer soll vor allem in Übersee für Furore sorgen. Reuters

Der Alfa Romeo 4C: Der Flitzer soll vor allem in Übersee für Furore sorgen.

GenfFiat-Chef Sergio Marchionne scheut in der Regel keinen großen Auftritt, doch in Genf überlässt er die Bühne den anderen. Erstmals haben Fiat und Lancia keine eigenen Pressekonferenzen einberufen. Im Zentrum des Interesses sollen die Nobel-Töchter Alfa Romeo, Jeep und Maserati stehen. Hier sieht der Fiat-Chef die Wachstumspotentiale, die seinen Konzern aus der Krise führen sollen.

Im europäischen Volumenmarkt ist für den Hersteller nicht viel zu gewinnen. Das Segment schrumpft, vor allem in den Krisenländern Südeuropas werden angesichts hoher Arbeitslosigkeit und schlechter Aussichten weniger Klein- und Mittelklasse-Wagen verkauft. Zusätzlich hat die koreanische Konkurrenz den Preiskampf eröffnet.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Er rechne damit, dass der europäische Markt „in den nächsten drei bis fünf Jahre so schwach bleiben wird“, sagte Marchionne am Dienstag in Genf. Im Premiumsegment dagegen locken Zuwächse – wie die deutschen Autobauer beweisen. BMW und Audi verkündeten in Genf weitere Absatzgewinne für Januar und Februar. Sie profitieren davon, dass ihre Modelle vor allem in den Wachstumsmärkten China und USA reißenden Absatz finden.

Marchionnes neue Marschroute lautet daher: Raus aus der Mittelklasse, raus aus Europa. Nirgendwo wird die neue Strategie des Fiat-Konzerns offensichtlicher als auf dem Autosalon in Genf. Um es mit den deutschen Premiumherstellern aufzunehmen, setzt Fiat vor allem auf Kraft und italienisches Design.

Alfa hat dafür den neuen 4C mitgebracht. Ein ultraleichtes Zweisitzer-Coupé. Obwohl der Sportwagen in Italien entwickelt und produziert wird, soll der Flitzer vor allem in Übersee für Furore sorgen. Zwischen Edelhölzern und schönen Frauen stellt Maserati außerdem den GranTurismo MC vor, einen Supersportler, der mit einem V8-Motor bestückt ist.

Und nebenan feiert Jeep die Europapremiere des Grand Cherokee. Der traditionsreiche Geländewagen, der zuerst in Detroit präsentiert wurde, gehört zu den Verkaufsschlagern des Konzerns und könnte uneuropäischer kaum sein: mit breitem Kühlergrill und einem Spritverbrauch über dem Marktschnitt.

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Die SUV-Marke gehört zu den Wachstumstreibern des Konzerns. Selbst im schwachen europäischen Markt konnte Jeep im letzten Jahr um 20 Prozent zulegen. Man könnte meinen, der Weg aus der Hölle sei gepflastert mit Protz und PS.

Kommentare (7)

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MMnews_de

06.03.2013, 12:46 Uhr

Autos der Zukunft?

Was ist an einem "neuen" Auto neu?

Seit 100 Jahren hat sich an den Autos die uns als "neu" verkauft werden nichts außer dem Designs geändert!!!

Die Grundtechnik ( Otto- bzw. Dieselmotor ) ist über 100 Jahre alt!!!

Glaubst Du wirklich wir sind nicht in der Lage in 100 Jahren einen neuen Antriebsmotor zu entwickeln, weg vom Öl???

Warum erfahren wir in den Medien nichts über Freieenergie??? ( Nikola Tesla )

Ist sie nicht gewollt???

Hier der Nachweis von Prof. Dr. Claus W. Turtur:

Theoretischer und praktischer Nachweis von Vakuumfeldenergie

http://wearechangeaustria.wordpress.com/2010/06/14/teslas-raumenergie-nachgewiesen/

Warum erfahren wir nichts davon in den Medien?

Wem gehören eigentlich weltweit die ganzen Medien AGs?

Sind die Medien vielleicht garnicht so frei wie wir alle glauben? :-)

Aufwachen!!!

Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

audi

06.03.2013, 13:30 Uhr

wenn diese FREIE ENERGY Sache wirklich funktioniert, warum kann man davon denn nichts im Internet finden ?

Es mag ja sein, dass die Medien "gelenkt" sind, aber im Internet kann man nun wirklich fast alles finden. Nur eben zur Freien Energie sind nur Andeutungen und Ideen. Aber nie etwas von diesen Maschinen, die WIRKLICH funtionieren.

Was die heutigen Autos betrifft, so sind sie fast immer ein elektronisches Wunderwerk der Technik und haben aber auch null-nix mit dem zu tun, was man vor 20- 30 Jahren als Standard hatte. Auch wenn die Autobauer immer noch Entwicklungspotenziale in den Schubladen haben, so trifft es nicht zu, dass wir immer noch mit der Autotechnik aus dem vorletzten Jahrhundert leben müssen.

Trotzdem muss ich dem Artikel hier Recht geben. Die Autos aus den Rotwein Ländern werden bald nur noch als Nachbau aus China kommen, oder man kann sie im Museum bewundern.

IKU

06.03.2013, 13:39 Uhr

Französische Autos und Premium - ein Widerspruch in sich

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