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08.03.2011

10:28 Uhr

Autosalon Genf

Honda will Nummer eins in Deutschland werden

VonFlorian Brückner

Exklusiv Honda war einmal einer der erfolgreichsten Importeure Deutschlands. Doch das ist lange her. Damit wollen sich die Japaner nicht abfinden und blasen zur großen Offensive.

Ein Honda Jazz mit Hybrid-Antrieb. Quelle: Reuters

Ein Honda Jazz mit Hybrid-Antrieb.

GenfEs ist ein rundes Jubiläum, ein Grund zum Feiern: Seit 50 Jahren ist der japanische Autobauer Honda in Deutschland und Europa aktiv. Und Honda kann auf große Zeiten zurückblicken - zeitweise gehörten die Japaner zu den erfolgreichsten Importmarken Deutschlands. Aber das ist lange her. Was die Zulassungszahlen angeht, gibt es für Honda eigentlich keinen Grund zum Feiern.

Im Januar wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt 1398 Autos von Honda zugelassen - 19,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, im Februar ging es dann aber deutlich aufwärts. In Westeuropa sieht es nach den Zahlen des Automobilverbandes Acea nicht besser aus. Ken Keir weiß das, und der Vize-Europa-Chef ist auf dem Genfer Autosalon zuversichtlich, dass dies nicht so bleibt. Denn Honda will in Europa wieder in die Offensive gehen.

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"Unser neuer CEO Takanobu Ito hat beschlossen, dass wir uns in Europa deutlich verbessern wollen und dafür unser komplettes Produktangebot hinterfragen werden", beschreibt Keir die Gemengelage in der Konzernzentrale in Tokio. Das ist wohl auch nötig. Ein Jahr zuvor hatte bereits der damalige Europa-Chef Shigeru Takagi im Gespräch mit Handelsblatt Online gesagt, dass das Produkportfolio nicht optimal zu den europäischen Kunden passe. Jetzt also eine deutliche Richtungsänderung.

Diese hat vor allem mit der weltweiten Wahrnehmung des europäischen Automarktes zu tun. "Europa ist weltweit ein Synonym für das, was man fühlbare Qualität nennt", sagt Keir und meint damit vor allem weiche Oberflächen und hochwertige Materialien im Interieur eines Autos. Und darauf legen offenbar immer mehr Kunden wert - weltweit. Wer also rund um den Globus weiter erfolgreich sein wolle, so soll es Konzernchef Ito gesagt haben, müsse in Europa mehr Erfolg haben.

Hondas Strategieschwenk kommt für Analysten überraschend, denn lange Zeit sah es so aus, als ob Honda den europäischen Markt etwas aus dem Blick verloren habe. Der Fokus von Honda wie von anderen japanischen Autobauern habe sich in den letzten Jahren erst auf den amerikanischen und dann auf den chinesischen Automarkt verschoben, hieß es. Und der Erfolg gab und gibt Honda durchaus recht.

Kommentare (1)

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Kunde

08.03.2011, 12:26 Uhr

Lieber Herr Honda,

ohne LPG ab Werk, ohne E85-Tauglichkeit und mit immer noch rostenden Karossen wird man in Deutschland nicht Nummer 1.

Auch nicht mit verspielten Armaturen und fehlenden Grossraumvans.

Gruss

Der Kunde

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