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30.03.2006

18:55 Uhr

Autozuliefer-Industrie

Beru setzt weiter auf Diesel und Elektronik

Eine gestiegene Nachfrage nach Diesel-Autos und ein zunehmender Elektronikanteil in den Fahrzeugen soll Umsatz und Gewinn des Zulieferers Beru beflügeln.

HB STUTTGART. „Wir gehen davon aus, dass Beru sein profitables Wachstum fortsetzen und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Rendite erzielen wird“, sagte Vorstandschef Marco von Maltzan am Donnerstag in Stuttgart. Beru erwarte für das laufende Jahr 425 bis 435 Millionen Euro Umsatz. Das Betriebsergebnis (Ebit) solle auf mehr als 50 Millionen Euro steigen. „Das erste Quartal ist gut gelaufen“, sagte von Maltzan. Allerdings seien die ersten drei Monate witterungsbedingt stets der umsatzstärkste Zeitraum. Beru produziert unter anderem Zündkerzen und Zusatzheizer für den Innenraum von Diesel-Fahrzeugen.

Wachstumspotenziale sieht Beru in allen Sparten. Der Diesel sei in den USA auf dem Vormarsch, sein Vormarsch in Westeuropa ungebremst, sagte Vorstandschef von Maltzan. In der Elektronik und Sensorik werde Beru von einem stark steigenden Elektronikanteil rund um Motor und Fahrzeug profitieren. Zudem werde der Konzern seine Auslandspräsenz ausbauen.

Die Lohnforderungen der Gewerkschaften für die Metallbranche bezeichnete von Maltzan als „unverantwortlich hoch“. Dies zwinge Beru, seine Standortstrategie zu überdenken. Alternativen seien Asien und Osteuropa. Allerdings gebe es keine konkreten Pläne. „Wir sind Akquisitionen gegenüber aufgeschlossen, haben aber konkret nichts in der Pipeline“, sagte er.

Im Rumpfgeschäftsjahr (April bis Dezember) 2005 war das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit), durch einmalige Kosten belastet, auf 32 (April 2004 bis März 2005: 48,6) Millionen Euro gefallen. Der Umsatz war um 8,5 Prozent auf 305,8 Millionen Euro gewachsen. Beru stellt sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um, um sich an die neue US-Muttergesellschaft BorgWarner anzupassen. Dadurch war das traditionell starke Winterquartal weggebrochen.

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