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06.08.2015

16:30 Uhr

Autozulieferer auf Kurs

Bosch-Autosparte wächst dank China

VonMartin-W. Buchenau

Sieben Prozent Umsatzwachstum: Das Autozulieferer-Geschäft von Bosch steigert sich weiter. Doch Bosch spürt die Schwäche in Russland und Brasilien – und bleibt beim Wachstum hinter Continental zurück.

„Erwarten eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“ dpa

Elektrischer Antrieb von Bosch

„Erwarten eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“

StuttgartDie Autozuliefersparte von Bosch behält ihre Dynamik des ersten Quartals auch von April bis Juni bei. „Wir hatten in den ersten sechs Monaten sieben Prozent Umsatzwachstum“, sagte der neue Chef der größten Bosch-Sparte, Rolf Bulander im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Bislang hatte der Konzern sich nur zum ersten Quartal geäußert.

Auch für das Gesamtjahr ist Bulander trotz der Abschwächung der Märkte in Russland, Brasilien und China optimistisch. „Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“ Die Wachstumsraten in China seien im Vergleich zu anderen Ländern stattlich. Die Rendite der Sparte, die seit Jahresbeginn „Mobility Solutions“ heißt, werde auf dem „Niveau des Vorjahres“ liegen.

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Erst im April ist Rolf Bulander zum Chef der größten Bosch-Sparte aufgestiegen. Im Interview erklärt er, wie sich der Autoteilelieferant zum Mobilitätsanbieter wandelt – und warum er Urlaub im VW-Bus macht.

2014 hatte die Sparte bei 33,3 Milliarden Euro Umsatz ein operatives Ergebnis von 2,4 Milliarden und damit eine Ebit-Marge von 7,2 Prozent erreicht.

Allerdings wachsen die Schwaben damit schwächer als Continental. Der Konkurrent um die weltweite Branchenführung hatte zu Wochenbeginn fürs erste Halbjahr ein Umsatzwachstum von 15,8 Prozent gemeldet. Bosch gibt mit einem Umsatzanteil von mehr als zehn Prozent aber deutlich mehr für Forschung und Entwicklung aus.

Bulander begrüßte, dass Audi, BMW und Mercedes den digitalen Kartenhersteller Nokia Here gekauft haben und das System offen gestalten wollen. „Es ist positiv, wenn es mehrere Anbieter gibt“, sagte Bulander. Beeinträchtigungen des eigenen Geschäfts sieht der Spartenchef nicht. „Wir integrieren Kartenmaterial nach Kundenanforderungen. Das heißt, wir können Tomtom genauso wie Here integrieren“, betonte Bulander.

Bosch kooperiert bei den fürs autonome Fahren wichtigen neuen Digitalkarten mit dem niederländischen Navi-Hersteller Tomtom.

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