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19.05.2011

22:18 Uhr

Autozulieferer

Bosch feiert 125-jähriges Firmenjubiläum

Mit reichlich Prominenz aus Wirtschaft und Politik hat der weltgrößte Autozulieferer Bosch sein 125-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Bundespräsident Wulff mahnte eine „neue industrielle Revolution“ an.

Der Vorsitzender der Robert-Bosch-Stiftung Hermann Scholl (v. l.),  Bundespräsident Christian Wulff, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Konzernchef Franz Fehrenbach bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Robert Bosch GmbH. Quelle: dapd

Der Vorsitzender der Robert-Bosch-Stiftung Hermann Scholl (v. l.), Bundespräsident Christian Wulff, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Konzernchef Franz Fehrenbach bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Robert Bosch GmbH.

StuttgartDer weltgrößte Autozulieferer Bosch hat mit einer großen Gala sein 125-jähriges Bestehen und den 150. Geburtstag von Firmengründer Robert Bosch gefeiert. Neben Bundespräsident Christian Wulff kamen zahlreiche Wirtschaftsbosse wie Daimler-Chef Dieter Zetsche, Linde-Chef Wolfgang Reitzle und Audi-Chef Rupert Stadler zu dem Festakt in Stuttgart. Unter den rund 2000 Gästen waren am Donnerstagabend außerdem der frühere US-Außenminister Henry A. Kissinger und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

„Das Unternehmen war der technischen Entwicklung seiner Zeit oft weit voraus, aber es hat sich nie auf diesem Vorsprung ausgeruht“, lobte Wulff in seiner Festrede. Bosch-Chef Franz Fehrenbach sagte: „Bosch hat eine kraft- und wechselvolle Geschichte - aber diese Geschichte ist nur so gut, wie sie fortgeschrieben wird.“ Unternehmen wie Bosch müssten einen Spagat meistern. „Sie dürfen ihre Identität nicht auswechseln, müssen aber den Veränderungen auf ihren Märkten möglichst voraus sein.“ Eine große Herausforderung und Chance zugleich sieht der Manager in den kommenden Jahren im Umweltschutz. „Auch wenn die Staatenlenker auf ihren Gipfeltreffen grüne Drachen steigen lassen, die ökologische Kraftanstrengung findet in der Industrie statt“, sagte Fehrenbach. Umweltschutz setze mehr Technik voraus. „Die Ökologie müssen wir also nicht bloß mit unseren ökonomischen Interessen ausbalancieren - sie ist selbst ein Wachstumsmotor.“ „Wie damals Robert Bosch, so erleben wir heute erneut eine besonders intensive Zeit des Umbruchs“, sagte Wulff. Es gehe um eine „neue industrielle Revolution“. Eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Energieversorgung sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Das Ziel eines Ausstiegs aus der Kernenergie und eines schnelleren Ausbaus der erneuerbaren Energien sei Konsens. „Wir sollten uns über den Weg dahin aber keine Illusionen machen. Eine saubere und sichere Energieversorgung wird ihren Preis haben.“ Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann mahnte, die Automobil- und Zulieferindustrie müsse alles dafür tun, um im Bereich alternativer Antriebe und nachhaltiger Mobilitätskonzepte eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Robert Bosch (1861 bis 1942) hatte am 15. November 1886 mit seiner „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ den Grundstein für den heutigen Technologiekonzern gelegt. Der Enkel des Firmengründers, Christof Bosch, sagte: „Wenn Robert Bosch hier stehen könnte und Sie versammelt sähe, um 125 Jahre Bosch zu feiern, dann wäre er wohl glücklich.

 

Von

dpa

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