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16.07.2013

13:37 Uhr

Autozulieferer

Bosch meldet Kurzarbeit an

Nun bekommen auch die Bosch-Mitarbeiter die Konjunkturschwäche zu spüren: Rund 1800 Beschäftigte in Deutschland arbeiten kürzer. Betroffen sind Beschäftigte aus der Industrie- sowie Energie- und Gebäudetechnik.

Das 10,8 Volt-System von Bosch wächst weiter. Bosch will Umsatzeinbrüche von bis zu 20 Prozent zunächst durch Arbeitszeitabsenkungen ohne gesetzliche Kurzarbeit wettmachen. obs

Das 10,8 Volt-System von Bosch wächst weiter. Bosch will Umsatzeinbrüche von bis zu 20 Prozent zunächst durch Arbeitszeitabsenkungen ohne gesetzliche Kurzarbeit wettmachen.

StuttgartWegen der schwachen Konjunktur hat Bosch rund 1800 Beschäftigten in Deutschland kürzere Arbeitszeiten verordnet. Einige Standorte machten von der Möglichkeit Gebrauch, die jüngste Betriebsvereinbarung zur Bewältigung konjunkturbedingter Krisen zu nutzen, sagte ein Bosch-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Zum Stichtag Anfang Juni arbeiteten demnach rund 1,5 Prozent der Bosch-Beschäftigten in Deutschland kürzer. Betroffen sind Mitarbeiter der Unternehmensbereiche Industrietechnik sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die ergriffenen Maßnahmen reichten vom Abbau der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten bis hin zu Kurzarbeit, sagte der Sprecher. In der bevorstehenden Urlaubszeit entspanne sich die Situation etwas, stellte er in Aussicht.

Der Autozulieferer und Industrieausrüster hatte zum Jahresende 2012 für die meisten Standorte in Deutschland Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, mit deren Hilfe die Beschäftigung bei Konjunkturschwankungen schnell der Nachfrage angepasst werden soll.

Bosch im Überblick (Kennzahlen 2012/13)

Gesamtumsatz 2012/13

46 Milliarden Euro

Umsatz nach Bereichen

Kraftfahrzeugtechnik: 30,6 Milliarden Euro
Industrietechnik: 6,8 Milliarden Euro
Gebrauchsgüter: 4,1 Milliarden Euro
Energie- und Gebäudetechnik: 4,6 Milliarden Euro

Umsätze nach Regionen

Europa: 25,5 Milliarden Euro (Deutschland: 10,6 Milliarden Euro)
Nordamerika: 7,8 Milliarden Euro
Südamerika: 1,7 Milliarden Euro
Asien-Pazifik (einschließlich aller übrigen Regionen): 11,1 Milliarden Euro

Forschungsausgaben

etwa 4,5 Milliarden Euro

Mitarbeiter (31.12.2013)

281.381

Umsatzeinbrüche von bis zu 20 Prozent sollen demnach zunächst durch Arbeitszeitabsenkungen ohne gesetzliche Kurzarbeit wettgemacht werden. Die Mitarbeiter erhalten bei Arbeitszeitverkürzungen eine Beschäftigungsgarantie von mindestens zwölf Monaten, zum Teil zahlt Bosch einen Ausgleichsbetrag für den entgangenen Lohn.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 15:11 Uhr

Welche Konjunkturschwäche? Ich dachte gerade noch, es läuft alles super in Deutschland. Wann wurde denn dieser Trend umgestellt?

Es heißt, an der Börse wird nicht geklingelt. Beim Handelsblatt offenbar auch nicht. Die Krise schleicht sich offenbar auf leisen Sohlen in einzelne Texte ein: im Nebensatz ist plötzlich ganz selbstverständlich von "Konjunkturschwäche" die Rede. Wie konnte ich das bislang nur übersehen?

Admiral

16.07.2013, 15:31 Uhr

In den letzten Wochen und Monaten wurde immer wieder der Fachkräftemangel beklagt..., merkwürdig...
In einigen Branchen war schon längst Kurzarbeit angesagt...
Nur davon berichtete kaum jemand...

Es geht nur noch abwärts...
Nur die Börse rüstet sich zur Mutter aller Schlachten...
Aber auch die Schlachten gehen vorüber...

Account gelöscht!

16.07.2013, 18:54 Uhr

Sie kennen doch das alte Sprichwort "Lügen haben kurze Beine". Ja, nun holt die Realitiät die Propagandajünger ein. Bosch ist wohl das am umfassensten vorbildlich geführte Großunternehmen in Restdeutschland, zum Glück für die Mitarbeitern keine AG. Wie mag es da schon an anderen Stellen aussehen, wo "windige" Geschäfte gemacht werden? Es wäre Zeit, daß sich einschlägige Geschäftsführungen und ihre Mitarbeiter gemeinsam zu den Mißständen äußern - mit öffentlichen Demonstrationen in Eigenregie und ohne die korrupten Gewerkschafter, die an der langen SPD-Leine hängen, dern Ende zu GoSa führt. Unternehmen, wie Bosch und ihre Mitarbeiter bilden die Hauptzielscheibe, was das Freihandelsabkommen mit der NAFTA angeht: Austerität! Lernt endlich, hinter die Propagandalügen des Systems zu schauen, egal wer regiert und wer die "Stühlchen" erklimmen möchte! Auch ein Steinbrück hat nur Kreide gefressen.

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