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13.01.2009

18:12 Uhr

Autozulieferer

Bosch meldet wieder Kurzarbeit an

So schnell kann es gehen: 2007 verbuchte der Autozulieferer Bosch noch einen Rekordgewinn, jetzt hat der Konzern hat schon für den fünften deutschen Standort Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt sind davon 10000 Mitarbeiter betroffen.

HB HOMBURG/STUTTGART. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat nach mehreren anderen Standorten auch für sein Werk im saarländischen Homburg Kurzarbeit angemeldet. Betroffen seien rund 1 400 der 5 400 Mitarbeiter des Werkes, sagte ein Bosch-Sprecher in Stuttgart. Insgesamt hat Bosch damit wegen der Absatzkrise auf den internationalen Automobilmärkten bereits für mehr als 10 000 Mitarbeiter in Deutschland Kurzarbeit beantragt.

Am Standort Homburg werden unter anderem Dieseleinspritzpumpen für Nutzfahrzeuge produziert. Die Maßnahme werde in Kürze beginnen und sei für vier Monate angemeldet worden, sagte der Sprecher.

Zuvor hatte Bosch bereits für vier andere Standorte Kurzarbeit beantragt. In Reutlingen sind 4 000 der insgesamt 7 000 Beschäftigten davon betroffen. An dem Standort werden Dieseleinspritzpumpen und Autoelektronik produziert. In Salzgitter wurde für 1 000 der 1 700 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet, in Eisenach für 500 der rund 1 500 Beschäftigten. In Bamberg, wo vor allem Dieselkomponenten hergestellt werden, arbeiten bereits seit Anfang November 3 500 der 8 000 Beschäftigten kurz.

Bosch hat weltweit rund 270 000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn lag beim Rekordwert von 3,8 Milliarden Euro.

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