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16.09.2013

15:29 Uhr

Autozulieferer

Bosch verkauft Pneumatik-Geschäft an Finanzinvestor

Der Finanzinvestor Triton kauft das Bosch-Geschäft mit Druckluft-Technik. Die seit Juli andauernden Verhandlungen kommen so endlich zu einem Ende. Über den Kaufpreis kann bisher jedoch nur spekuliert werden.

Boschs Pneumatik-Geschäft: Die Firma mit ihren 2100 Mitarbeitern produziert etwa Ventile und Zylinder für Industriemaschinen, die Automobil- und Transportindustrie und den Energiesektor. dpa

Boschs Pneumatik-Geschäft: Die Firma mit ihren 2100 Mitarbeitern produziert etwa Ventile und Zylinder für Industriemaschinen, die Automobil- und Transportindustrie und den Energiesektor.

FrankfurtDer Autozulieferer Bosch hat den Verkauf seines Geschäfts mit Druckluft-Technik unter Dach und Fach gebracht. Die Sparte Rexroth Pneumatics geht an den Finanzinvestor Triton, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. In Finanzkreisen war von unter 200 Millionen Euro die Rede.

Bosch hatte im Juli mitgeteilt, mit verschiedenen Interessenten über einen Verkauf der Sparte zu sprechen und dies mit der Fokussierung auf strategisch relevante Märkte begründet. Neben Finanzinvestoren hatten auch einige Wettbewerber ein Auge auf Rexroth Pneumatics geworfen. Die Firma mit ihren 2100 Mitarbeitern produziert etwa Ventile und Zylinder für Industriemaschinen, die Automobil- und Transportindustrie und den Energiesektor.

Bosch im Überblick (Kennzahlen 2012/13)

Gesamtumsatz 2012/13

46 Milliarden Euro

Umsatz nach Bereichen

Kraftfahrzeugtechnik: 30,6 Milliarden Euro
Industrietechnik: 6,8 Milliarden Euro
Gebrauchsgüter: 4,1 Milliarden Euro
Energie- und Gebäudetechnik: 4,6 Milliarden Euro

Umsätze nach Regionen

Europa: 25,5 Milliarden Euro (Deutschland: 10,6 Milliarden Euro)
Nordamerika: 7,8 Milliarden Euro
Südamerika: 1,7 Milliarden Euro
Asien-Pazifik (einschließlich aller übrigen Regionen): 11,1 Milliarden Euro

Forschungsausgaben

etwa 4,5 Milliarden Euro

Mitarbeiter (31.12.2013)

281.381

Die 1997 gegründete Triton hat sich auf Unternehmen in Deutschland und Skandinavien konzentriert. Die Beteiligungsgesellschaft verspricht sich von dem Zukauf einiges - mit den richtigen Investitionen könne Rexroth Pneumatics als eigenständiges Unternehmen vom weltweiten Trend zu einer stärkeren Automatisierung profitieren, erklärte der zuständige Manager Peder Prahl.

Skeptisch reagierte dagegen die IG Metall, die sich zusammen mit dem Betriebsrat bei der Verkaufsentscheidung übergangen fühlt und nun den Abbau von Arbeitsplätzen befürchtet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.09.2013, 19:19 Uhr

Warum verkauft ein Antriebsspezialist einen nicht unerheblichen Teil seines Produktprogramms?

Wettbewerber wie Parker kommen strategisch bestens klar mit der Pneumatik und sind über einen sehr langen Zeitraum erheblich profitabler als Bosch Rexroth.

Ob es wohl an den Managementfähigkeiten liegen könnte?

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