Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.03.2011

09:03 Uhr

Autozulieferer

Conti nimmt Kurs auf Umsatzrekord

Dank des boomenden Automarktes ist das vergangene Jahr für den Autozulieferer Continental besser gelaufen als erwartet. Für 2011 peilt der Konzern einen Umsatzrekord an.

Golfprofi Martin Kaymer bei einem Turnier vor einer Werbebande des Sponsors Continental. Quelle: obs

Golfprofi Martin Kaymer bei einem Turnier vor einer Werbebande des Sponsors Continental.

HannoverDer Autozulieferer Continental erwartet dank des Autobooms in diesem Jahr einen Umsatzrekord. Nachdem das Geschäft in der Wirtschaftskrise noch deutlich geschrumpft war, sollen die Erlöse im laufenden Jahr um zehn Prozent auf mehr als 28,5 Milliarden Euro gesteigert werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die bereinigte operative Marge solle 2011 trotz erheblicher Rohstoffkostenbelastung bei 9,7 Prozent gehalten werden.

Im vergangenen Jahr steigerte Conti Umsatz und bereinigtes Betriebsergebnis noch etwas stärker als im Januar vorläufig angekündigt. Der Umsatz stieg auf 26 Milliarden Euro (Vorjahr: 20,1 Milliarden), das bereinigte Ebit legte auf 2,5 (1,18) Milliarden Euro zu.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten für das Gesamtjahr im Schnitt einen Umsatz von 25,6 Milliarden und ein bereinigtes Ebit von 2,4 Milliarden Euro erwartet. Der Überschuss belief sich 2010 auf 576 Millionen Euro nach einem Milliardenverlust im Jahr 2009.

Trotz guter Zahlen: Continental-Aktie knickt ein

Trotz guter Zahlen

Continental-Aktie knickt ein

Die positiven Meldungen helfen nicht - die Aktie des Autozulieferers Continental verliert an Wert. Schuld könnten Verkaufspläne des Mutterkonzerns Schaeffler sein. Anleger belohnen bessere Zahlen und Schuldenabbau nicht.

Nach einem Medienbericht konkretisiert der Familienkonzern Schaeffler unterdessen Pläne für den Teilverkauf seiner Anteile am Automobilzulieferer Continental. „Noch im März soll ein Paket verkauft werden“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer der „Financial Times Deutschland“. Über den exakten Umfang des Pakets gebe es noch Diskussionen. Derzeit kontrolliert der Automechanik- und Wälzlagerhersteller 75,1 Prozent der Conti-Aktien direkt oder über Dritte.

Die Zeitung schrieb, Schaeffler wolle auf jeden Fall mehr als 50 Prozent Anteile an Continental behalten. Dennoch gebe Schaeffler mit dem Schritt eine wichtige Machtposition auf. Nur mit einem Anteil von mindestens 75 Prozent könne Schaeffler Continental mithilfe eines Beherrschungsvertrags unterwerfen und den ehemaligen Dax-Konzern wie eine untergeordnete Gesellschaft führen. Weder Schaeffler noch Conti hätten zu den Plänen Stellung genommen.

Schaeffler war im Sommer 2008 gegen den Willen der damaligen Conti-Spitze bei dem Konzern eingestiegen. Dem Blatt zufolge sind Konzern und Eignerfamilie zusammen noch mit zirka elf Milliarden Euro aus dem Kauf der Conti-Anteile verschuldet.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×