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03.05.2012

12:46 Uhr

Autozulieferer

Continental legt in beiden Sparten kräftig zu

Zum Jahresauftakt stiegen Umsatz und Gewinn in der Autozuliefer-Sparte und beim Reifengeschäft. Obwohl der Gewinn den Vorjahreswert übersteigt, möchte der Vorstand die Gewinnprognose für dieses Jahr nicht anheben.

Das Stammwerk von Continental, aufgenommen in Hannover-Stoecken. dapd

Das Stammwerk von Continental, aufgenommen in Hannover-Stoecken.

FrankfurtDer Reifenhersteller Continental hat das Jahr mit neuen Rekorden begonnen. Mit großer Zuversicht blickt der Autozulieferer auch auf die kommenden Monate. Das erste Quartal 2012 sei bei Umsatz und operativem Ergebnis das beste in der Firmengeschichte, teilte Conti in Hannover mit. Unterm Strich verdiente der von dem bayerischen Familienunternehmen Schaeffler kontrollierte Konzern mit 482,9 Millionen Euro 31 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Für das Gesamtjahr ist Konzernchef Elmar Degenhart sicher, die gesetzten Ziele zu erreichen: Der Umsatz soll 2012 um mehr als fünf Prozent auf über 32 Milliarden Euro steigen. Auch bei der Profitabilität hält Conti an seiner Prognose fest: Die sogenannte Ebit-Marge, die das Verhältnis von Umsatz zum operativen Ergebnis ausdrückt, soll erneut zweistellig sein - zu Jahresbeginn lag sie bei 10,6 Prozent.

Für das zweite Quartal rechnet Conti aufgrund einer hohen Nachfrage mit einem zweistelligen Umsatzplus. Von April bis Juni sei in etwa mit dem Niveau des ersten Quartals zu rechnen - das wäre mit rund 8,3 Milliarden Euro ein Anstieg von knapp elf Prozent. Im ersten Quartal war der Umsatz um 13,3 Prozent gewachsen.

Das Betriebsergebnis (Ebit) war im ersten Quartal um 21 Prozent auf 766 Millionen Euro gestiegen, wie bereits in der vorigen Woche bekannt wurde. Ein Grund für den im Vergleich dazu höheren Anstieg des Nettogewinns waren auch geringere Zinslasten durch einen Abbau der Verschuldung. Die Nettofinanzschulden sanken in den zwölf Monaten bis Ende März um fast 800 Millionen Euro auf 6,8 Milliarden Euro. Bis Jahresende will Degenhart sie unter 6,5 Milliarden Euro bringen.

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer begründete die Zuversicht auch mit der breiten internationalen Aufstellung des Konzerns. Das schwächere Geschäft in Europa könne durch Zuwächse in USA und China ausgeglichen werden, sagte Schäfer der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. Er wies darauf hin, dass der Automarkt in Europa im ersten Quartal sieben Prozent weniger produziert habe, in Nordamerika dagegen 14 Prozent mehr. „Als zweitgrößter Autozulieferer der Welt können wir davon stark profitieren“, sagte Schäfer. Und auch in China stünden die Zeichen nach einem etwas schwächeren Jahresbeginn wieder auf Wachstum.

Kurzfristig erwartet Schäfer daher keine größeren Rückschläge für den Konzern. Allerdings bestünden weiterhin Risiken - wegen der Unsicherheiten und der hohen Sensibilität der europäischen und internationalen Finanzmärkte, aber auch wegen der Entwicklung der Rohstoffpreise. Diese - etwa die für Conti wichtigen Seltene Erden- und Kautschukpreise - stiegen zwar nicht mehr so steil wie 2011. Aber immerhin seien dafür auch in diesem Jahr 250 Millionen Euro zusätzliche Kosten zu erwarten, nach einer Milliarde Euro im Vorjahr.

Von

dpa

Kommentare (1)

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insider

07.05.2012, 15:55 Uhr

...und das Unternehmen zahlt für das letzte Rekordjahr, also 2011 659 Brutto pro Mitarbeiter aus. Werden es nächstes Jahr sogar über 700 sein? Man kann so ein Konzern eher als Galeere als sinkendes Schiff. Noch mehr Wachstum bitte! Nächstes Ziel Mars.

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