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23.01.2014

18:39 Uhr

Autozulieferer

Deller wechselt an Schaeffler-Spitze

Schaefflers Suche nach Führungspersonal hat ein Ende: Ab 1.Juli übernimmt Nutzfahrzeugspezialist Deller laut Medienberichten den Posten des Vorstandschefs. Es ist nicht der einzige Personalwechsel bei Schaeffler.

Der Hauptsitz der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach: Als Nachfolger für Jürgen Geißinger habe die Familie von Anfang an Deller bevorzugt, berichtet das „Manager Magazin“. dpa

Der Hauptsitz der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach: Als Nachfolger für Jürgen Geißinger habe die Familie von Anfang an Deller bevorzugt, berichtet das „Manager Magazin“.

Herzogenaurauch/ HamburgDer Nutzfahrzeugspezialist Klaus Deller wechselt nach Informationen des „Manager Magazins“ (Freitag) an die Spitze des fränkischen Autozulieferers Schaeffler. Das derzeitige Vorstandsmitglied des Münchner Zulieferers Knorr-Bremse werde sein Amt bei der Schaeffler AG zum 1. Juli antreten, hieß es unter Berufung auf Konzernkreise.

Schaeffler-Finanzvorstand und Übergangs-Chef Klaus Rosenfeld werde künftig wahrscheinlich die Führung der übergeordneten Holding übernehmen, die eine wichtigere Rolle bekommen solle.

Zudem werde Wolfgang Reitzle nach seinem Ausscheiden bei Linde als offizieller Berater der Familie Schaeffler anfangen. Reitzle ist zugleich Aufsichtsrat beim von Schaeffler dominierten Autozulieferer Continental. Schaeffler-Sprecher Christoph Beumelburg sagte zu den Medieninformationen: „Ich kann grundsätzlich keine Stellung zu Personalspekulationen nehmen.“

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Die Vakanz an der Spitze des Herzogenauracher Wälzlagerspezialisten hält bereits geraume Zeit an: Im Oktober hatte Vorstandschef Jürgen Geißinger den Konzern verlassen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit den Eigentümern Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler gekommen war. Als Nachfolger habe die Familie von Anfang an Deller bevorzugt, berichtet das „Manager Magazin“. Doch Knorr-Bremse habe Deller die Freigabe verweigert. Nun aber sei zum 1. April ein Nachfolger für ihn gefunden worden.

Von

dpa

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