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10.11.2014

13:04 Uhr

Autozulieferer

Deller wird Chef von Knorr-Bremse

ExklusivEinmal Schaeffler und zurück: Nach seinem missglückten, aber lukrativen Ausflug an die Spitze des fränkischen Autozulieferers übernimmt Klaus Deller nun erneut den Posten des Vorstandschefs bei Knorr Bremse.

Soll neuer Vorstandschef bei Knorr-Bremse werden: Klaus Deller. dpa - picture-alliance

Soll neuer Vorstandschef bei Knorr-Bremse werden: Klaus Deller.

DüsseldorfDer Münchener Zulieferkonzern Knorr-Bremse stellt seine Führung neu auf. Klaus Deller löst zum 1. Januar Vorstandschef Michael Buscher ab. Das Unternehmen bestätigte eine Meldung des Handelsblatt. Buscher scheide zum Jahresende nach nur anderthalb Jahren als Vorstandsvorsitzender „aus persönlichen Gründen“ aus, wie Knorr-Bremse am Montag mitteilte.

Deller war bis zum Frühjahr zuständig für das Nutzfahrzeuggeschäft bei Knorr-Bremse und sollte zum 1. Juli den fränkischen Autozulieferer Schaeffler übernehmen. Dort wurde er jedoch auf den letzten Metern von Klaus Rosenfeld ausgebremst, Deller mit einer hohen Abfindung vor Antreten seines Vertrages versorgt.

Dass Deller jetzt zur Knorr-Bremse als Vorstandschef zurückkehrt gilt als hoher Vertrauensbeweis von Eigentümer Heinz Hermann Thiele, der gleichzeitig auch Aufsichtsratschef der Knorr-Bremse ist.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Thiele stellt zudem weitere Weichen für die Zukunft: Ab dem 1. Juli 2015 übernimmt Henrik Thiele den Vorstandsposten für das Zuggeschäft. Der Sohn des Eigentümers hatte zuvor das Asiengeschäft geleitet und löst Dieter Wilhelm in München ab, der in den Ruhestand geht.

Die Knorr-Bremse ist mit über 20.000 Beschäftigten und 4,3 Milliarden Euro Umsatz der größte Hersteller von Lkw- und Zugbremsen der Welt.

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