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21.01.2009

17:24 Uhr

Industrie

Autozulieferer Getrag baut Stellen ab

Der Autogetriebe-Hersteller Getrag baut 345 Stellen ab, will dabei aber ohne Kündigungen auskommen. Das Unternehmen erhofft sich dadurch 27 Millionen Euro an Einsparungen.

HB FRANKFURT. 215 Arbeitsplätze sollen schrittweise in den nächsten zweieinhalb Jahren in den Werken Ludwigsburg, Neuenstein und Rosenberg gestrichen werden, weitere 130 in der Hauptverwaltung in Untergruppenbach bei Heilbronn, wie das Familienunternehmen am Mittwoch mitteilte.

In Ludwigsburg bleiben nur 111 von 470 Beschäftigten. Das dort bestehende Werk wird geschlossen. Die restlichen Mitarbeiter sollen auf Neuenstein und Rosenberg sowie ein neues, kleineres Werk in der Region verteilt werden. Getrag erhofft sich dadurch 27 Millionen Euro an Einsparungen.

Die IG Metall hatte den Abbau von 380 der 14 000 Stellen befürchtet und ein Konzept vorgelegt, nach dem nur 234 Jobs wegfallen sollten. Getrag leidet unter Mindereinnahmen durch die Automobil-Absatzkrise und einen geplatzten Lieferauftrag für den US-Autobauer Chrysler.

Die Gewerkschaft machte auch gescheiterte Expansionspläne für die Krise verantwortlich. Mit der Einigung sei aber die Basis für eine dauerhafte Fortführung des Konzerns gegeben. Bezirksleiter Jörg Hofmann appellierte an die Banken, die weitere Finanzierung zu sichern.

Getrag beliefert nahezu alle Autohersteller weltweit mit Getrieben und -komponenten. Für 2008 hatte sich Getrag einen Umsatzanstieg auf 2,9 von 2,6 Milliarden Euro vorgenommen.

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