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24.04.2017

13:37 Uhr

Autozulieferer Grammer

Beschäftigte protestieren gegen Investor Hastor

Die Arbeiter beim Autozulieferer Grammer wehren sich gegen die Übernahmepläne der Investorenfamilie Hastor. Die hält bis zu 30 Prozent, will den Vorstandschef ablösen, die Kontrolle im Aufsichtsrat und mehr Gewinn haben.

„Erfahrungen mit der Hastor-Familie zeigen, dass sie lediglich eine kurzfristige Gewinnoptimierung im Blick hat. Dadurch droht ein großer Schaden für die Kundenbeziehungen“, sagt der bayrische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler. dpa

Übernahmeversuch bei Grammer

„Erfahrungen mit der Hastor-Familie zeigen, dass sie lediglich eine kurzfristige Gewinnoptimierung im Blick hat. Dadurch droht ein großer Schaden für die Kundenbeziehungen“, sagt der bayrische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler.

AmbergMehr als tausend Beschäftigte des Autozulieferers Grammer haben am Montag an den deutschen und tschechischen Standorten gegen die Übernahmepläne der Investorenfamilie Hastor protestiert. Der Amberger IG-Metall-Chef und stellvertretende Grammer-Aufsichtsratschef Horst Ott sagte bei einer Kundgebung in Amberg: „Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze“ und forderte: „Kein Monopoly auf unsere Kosten!“

Die Hastor-Firmengruppe Prevent hatte im vergangenen Sommer die Fließbänder bei Volkswagen in Emden und Wolfsburg zum Stillstand gebracht. Die Familie hält inzwischen 20 bis 30 Prozent der Grammer-Aktien, will den Vorstandschef ablösen, die Kontrolle im Aufsichtsrat übernehmen und mehr Gewinn machen.

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Der Autozulieferer Grammer verschärfte den Machtkampf mit der Hastor-Familie. Firmenchef Müller will verhindern, dass der Großinvestor sich mit seinen Forderungen durchsetzt. Dazu soll es eine Rekorddividende geben.

Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler sagte am Montag: „Erfahrungen mit der Hastor-Familie zeigen, dass sie lediglich eine kurzfristige Gewinnoptimierung im Blick hat. Dadurch droht ein großer Schaden für die Kundenbeziehungen.“ Laut Grammer halten sich große Kunden bereits mit Aufträgen zurück oder drohen abzuspringen.

Ott sagte, die aktuelle Lage für das als Unternehmen sei „existenzbedrohend, und damit ist jeder einzelne Arbeitsplatz weltweit in Gefahr.“ Wer daran „Hand anlegt, weiß jetzt: Er legt sich mit uns allen an“, sagte der Gewerkschafter unter dem Beifall von rund 700 Beschäftigten.

Von

dpa

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