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30.04.2013

13:57 Uhr

Autozulieferer

Leoni erleidet Gewinneinbruch

Auf der Hauptversammlung des Autozulieferers Leoni verkündet Klaus Probst einen voraussichtlichen Quartalsverlust. Allerdings geht Probst von einem deutlich besseren zweiten Halbjahr aus. Die Aktie reagiert.

Der Vorstandsvorsitzende des Kabel-Herstellers Leoni AG, Klaus Probst, bestätigt die Prognose für 2013. dpa

Der Vorstandsvorsitzende des Kabel-Herstellers Leoni AG, Klaus Probst, bestätigt die Prognose für 2013.

StuttgartDer Autozulieferer Leoni hat im Zuge der Absatzkrise der Autoindustrie in Europa einen Gewinneinbruch verbucht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei im ersten Quartal voraussichtlich auf 38,5 Millionen Euro von 94,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte der auf Kabel und Kabelsysteme spezialisierte Ausrüster am Dienstag auf der Hauptversammlung in Nürnberg mit.

Das Vorjahresquartal sei durch Einmalerträge positiv beeinflusst gewesen, zudem habe Leoni zu Beginn dieses Jahres Anlaufkosten und Vorleistungen finanzieren müssen. Der Umsatz schrumpfte von Januar bis März auf 959 Millionen Euro, vor Jahresfrist hatte Leoni noch 969,1 Millionen Euro erlöst.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Der Start in das neue Geschäftsjahr sei "erwartungsgemäß verhalten" verlaufen, teilte das Management mit. Wesentliche Stütze seien die Geschäfte in Nordamerika und Asien. Das zweite Halbjahr 2013 werde sich besser als die ersten sechs Monate entwickeln. Leoni bestätige daher die Prognose für das Gesamtjahr, wonach ein Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro und ein operativer Gewinn (Ebit) von rund 170 Millionen Euro erreicht werden sollen. An der Börse legten die Aktien des Autozulieferers um knapp zwei Prozent zu.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.05.2013, 10:28 Uhr

So ganz verstehen kann ich das wieder aufgeflammte Interesse an dem Laden nicht.

Wenn man sich deren Hauptumsatzträger anschaut, sehe ich weit und breit nur Commodities. Kopierbar, wenig originell und in Zukunft durch andere Technologien bedroht. Was da für eine Zukunft drinsteckt, sieht man am Kupferpreisrechner.

Da gibts auch bei Automobil viele zukunftsfähigere Werte.

Wahrscheinlich sehen nur die Analysten hier noch Chanchen. Die Experten schauen gelangweilt weg.

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