Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.05.2014

12:42 Uhr

Autozulieferer

Norma bereit für größerer Zukäufe

Steigende Umsatzzahlen und strategische Zukäufe sichern der Norma Group auch im vergangenen Quartal ihre Marktposition. Der Konzern könnte in Zukunft auch größere Zukäufe tätigen – in dreistelliger Millionenhöhe.

Produktion in den Bochumer Opelwerken: Der Autozulieferer Norma will noch weiter wachsen. dpa

Produktion in den Bochumer Opelwerken: Der Autozulieferer Norma will noch weiter wachsen.

Frankfurt am MainDer Industrie- und Automobilzulieferer Norma hat bei seiner ständigen Suche nach Kaufgelegenheiten auch größere Akquisitionen im Blick. „Wir haben das auf dem Radarschirm und könnten 100 bis 200 Millionen Euro für einen Zukauf stemmen", sagte Konzernchef Werner Deggim am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Es gehöre zur Geschäftsstrategie des Unternehmens, auch durch Übernahmen zu wachsen. „Wir sind ständig in Kontakt und ständig in Gesprächen", fügte er hinzu. Die auf Befestigungsschellen und Verbindungen für Rohre und Schläuche spezialisierte Norma Group hat ihr Produktportfolio und ihre geografische Präsenz immer wieder durch Zukäufe gestärkt, zuletzt in Polen, in Australien und erst vergangene Woche in den USA.

Übernahmen trugen im ersten Quartal denn auch zum Wachstum des Unternehmens aus Maintal bei Frankfurt bei. Der starke Euro verringerte das Plus dagegen. Insgesamt stieg der Umsatz um 11,6 Prozent auf 178 Millionen Euro. „Wir sind mit Rückenwind in das neue Jahr gestartet", sagte Deggim. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) kletterte um 15 Prozent auf 32,6 Millionen Euro. Damit stieg die Ebita-Marge auf 18,4 (Vorjahr: 17,8) Prozent. Die Zahlen lagen am oberen Ende der Analystenerwartungen.

In Europa, wo Norma rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt, profitiert der Konzern von der Einführung der neuen Abgasnorm für Lkw und Pkw, die emissionsverringernde Verbindungselemente in den Motoren notwendig macht. Hier stieg der Umsatz im ersten Quartal um acht Prozent. In der Region Amerika legte der Umsatz sogar um 17 Prozent zu, in Asien um 20 Prozent. In beiden Regionen fährt Norma derzeit neue Werke an - in Brasilien und in China. „Die Produktion dort wird sich langsam füllen und zum Wachstum in diesen Regionen beitragen", erläuterte Deggim.

Für 2014 erwartet Norma weiter ein organisches Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent und zusätzlich acht Millionen Euro Umsatz aus den bisher bekannten Zukäufen. Die Ebitda-Marge soll über 17 Prozent liegen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×