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25.03.2013

17:03 Uhr

Autozulieferer

Reifengeschäft soll Conti Wachstum garantieren

Continental ist vor allem für seine Reifen bekannt, diese sind der Garant für Wachstum. Die Sparte ist zwar nicht die größte innerhalb des Konzerns, dafür aber die lukrativste. Das soll in diesem Jahr so bleiben.

Continental-Reifen: Auf Wachstumskurs. dapd

Continental-Reifen: Auf Wachstumskurs.

HannoverDas lukrative Reifengeschäft von Continental dürfte in diesem Jahr den größten Teil zum geplanten Umsatzwachstum des Autozulieferers beitragen. Die Sparte soll 2013 um 6 Prozent wachsen, das Zuliefergeschäft mit Autoteilen um mehr als 4 Prozent, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Die Rubber Group mit dem Reifengeschäft macht rund 40 Prozent des Conti-Umsatzes aus, der Automotive-Bereich steuert die restlichen 60 Prozent bei. Die kleinere Reifensparte verdient jedoch deutlich mehr Geld: 2012 lag die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern bei 15,8 Prozent, dieses Jahr sind mehr als 14 Prozent angepeilt.

Die größten Reifenhersteller der Welt

Platz 12

Toyo Tire & Rubber (Japan) - 3 Milliarden Dollar

Rangliste nach Umsatz im Finanzjahr 2014, Quelle: Statista/Modern Tire Dealer

Platz 11

Kumho Tire (Südkorea) - 3,3 Milliarden Dollar

Platz 10

Cooper Tire & Rubber (USA) - 3,5 Milliarden Dollar

Platz 9

Cheng Shin Rubber (Taiwan) - 4,3 Milliarden Dollar

Platz 8

Yokohama Rubber (Japan) - 4,8 Milliarden Dollar

Platz 7

Hankook Tire (Südkorea) - 6,4 Milliarden Dollar

Platz 6

Sumutimo Rubber (Japan) - 6,9 Milliarden Dollar

Platz 5

Pirelli (Italien) - 8 Milliarden Dollar

Platz 4

Continental (Deutschland) - 12,9 Milliarden Dollar

Platz 3

Goodyear Tire (USA) - 17,8 Milliarden Dollar

Platz 2

Michelin (Frankreich) - 24,4 Milliarden Dollar

Platz 1

Bridgestone (Japan) - 29,3 Milliarden Dollar

Das Zulieferer-Segment soll seine Profitabilität leicht von 7,9 Prozent Marge auf mehr als 8 Prozent steigern. Allerdings dürfte der Jahresstart vor allem in dieser Sparte deutlich schlechter verlaufen als 2012. Denn auf dem wichtigen Heimatmarkt Europa sinkt die Autoproduktion nach Conti-Schätzungen im ersten Quartal um rund 12 Prozent. Konzernweit rechnet das Unternehmen von Januar bis Ende März deswegen mit 1 bis 3 Prozent weniger Umsatz als ein Jahr zuvor.

Trotz Rekorden in der jüngsten Jahresbilanz für 2012 bleibt die Vorstandsvergütung konstant. Conti-Chef Elmar Degenhart bekam mit 2,9 Millionen Euro sogar leicht weniger als 2012 (3,0 Mio Euro). Wie bei Degenhart liegt auch das Gesamtsalär der acht Top-Manager in der Conti-Führungsetage mit rund 14,7 Millionen Euro leicht unter Vorjahr (15,5 Mio Euro). Allerdings profitieren die Vorstände des Dax-Rückkehrers dabei erheblich von Contis Aktienkursentwicklung. Im Laufe des Jahres 2012 hatte sich der Wert nämlich fast verdoppelt.

Entsprechend groß ist die Auswirkung des Kurssprungs auf die langfristigste Säule der Vergütung. Bei ihr spielen virtuelle Aktien eine Rolle und sie kommt erst stark verzögert auch tatsächlich zur Auszahlung. Dieser Teil der Honorierung verdoppelte sich auf 10,4 Millionen Euro, wovon allein Degenhart rund 2,2 Millionen Euro Anspruch gutgeschrieben bekam (Vorjahr: 0,9 Mio Euro). Insgesamt kommt er so mit allen Vergütungsbestandteilen auf gut 5,1 Millionen Euro rechnerischen Anspruch (Vorjahr: gut 3,9 Mio Euro).

Zählt man alle Säulen des Vergütungssystems zusammen - auch die rechnerischen Größen aus langfristigen Komponenten - ergibt das rund 25 Millionen Euro Vorstandsvergütung. Nach den 20,6 Millionen Euro aus dem Vorjahr ist der Treiber hier vor allem die Kursentwicklung. Je nach Wertentwicklung der Conti-Papiere ist der langfristige Teil der Vergütungen Schwankungen unterworfen und schrumpft womöglich.

Von

dpa

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