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13.01.2009

11:20 Uhr

Autozulieferer

Rheinmetall leidet unter schwachem Autogeschäft

Die Schwäche der Autoindustrie setzt dem Rheinmetall-Konzern zu. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Gewinn im Autozuliefer-Geschäft 2008 um ein Drittel eingebrochen ist. Doch eine andere Einnahmequelle hält das Unternehmen über Wasser.

HB NEW YORK. Das schwache Autozuliefer-Geschäft belastet den Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern. Für das gerade abgelaufene Jahr rechnet das Unternehmen deshalb mit einem Gewinnrückgang. Laut einer Präsentation von Finanzchef Herbert Müller soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 270 Millionen auf 250 bis 260 Millionen Euro gesunken sein. Im letzten Quartal 2008 ist der Umsatz mit Autozuliefer-Teilen nach Unternehmensangaben um 25 Prozent gesunken. Von Oktober bis Dezember sollen die Erlöse in der Sparte damit bei 414 Millionen Euro liegen. Die Aktie verlor in einem schwachen Markt rund ein Prozent an Wert.

Weltweit sind die Fahrzeug-Verkäufe zuletzt nochmals drastisch zurückgegangen - und ein Ende der Krise ist nicht in Sicht, das machte einmal mehr die Automesse in Detroit deutlich. Rheinmetall hatte bereits im Oktober seine Erwartungen an 2008 zurückgeschraubt und im Dezember ein weit reichendes Sparprogramm angekündigt. Mit Kurzarbeit und Kostensenkungen will das Unternehmen sicherstellen, dass das Autogeschäft auch bei einer Verschlimmerung der Lage profitabel bleibt. Laut den Angaben schreibt die Sparte damit 2009 selbst dann eine schwarze Null, wenn der Umsatz gegenüber 2007 um 18 Prozent zurückgeht. Für 2008 ist ein Umsatzminus von 8 Prozent einkalkuliert.

Für 2008 rechnet Rheinmetall in der Autosparte weiterhin mit einem EBIT-Einbruch von 120 auf 80 Millionen Euro. Das EBIT im florierenden Rüstungsgeschäft soll dagegen von 160 auf 180 Millionen Euro steigen. Hier profitiert das Unternehmen vom Umbau der Verteidigungsarmeen hin zu schnellen Eingreiftruppen. Der Vorstand geht auch im laufenden Jahr von guten Geschäften mit der Rüstung aus. Für das Autogeschäft traut sich das Management derzeit keine Prognose zu.

In 2008 hat der Rüstungskonzern und Autozulieferer seinen Anteil am eigenen Unternehmen ausgebaut. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ist der Anteil am Gesamtkapital von 2,9 auf 4,5 Prozent gestiegen, wie aus der Präsentation des Finanzchefs Müller hervorgeht. Damit hat Rheinmetall im Zuge des Aktienrückkaufs gut 1,6 Millionen Papiere eingesammelt.

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