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21.01.2014

11:46 Uhr

Autozulieferer

Starker Euro lässt ElringKlinger Gewinnziel verfehlen

Der Euro verhagelt dem Autozulieferer Erlingklinger die Gewinne. Wegen der Aufwertung der Gemeinschaftswährung verfehlte das Unternehmen sein Gewinnziel für 2013. Das drückt auch den Aktien-Kurs des Konzerns.

Beim Autozulieferer Elringklinger hängen Teile von Zylinderkopfdichtungen. Der starke Euro stellt das Unternehmen vor Probleme. dpa

Beim Autozulieferer Elringklinger hängen Teile von Zylinderkopfdichtungen. Der starke Euro stellt das Unternehmen vor Probleme.

Dettingen/ErmsDer Autozulieferer ElringKlinger hat sein Gewinnziel für 2013 verfehlt und damit die Anleger enttäuscht. Am Dienstagmorgen standen die Aktien des Unternehmens aus Dettingen/Erms zeitweise um mehr als sechs Prozent im Minus. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte zwar um 7 Prozent auf 146 Millionen Euro zu, blieb damit aber unter der selbst gesetzten Zielmarke von 150 bis 155 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montagabend nach vorläufigen Zahlen mitteilte.

Vor allem der steigende Euro-Kurs habe sich negativ ausgewirkt. Der Umsatz stieg um 4,3 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Rechne man die Euro-Aufwertung heraus, hätten die Erlöse um 6,1 Prozent zugelegt, teilte ElringKlinger mit. Der Zulieferer macht gut 40 Prozent seiner Umsätze außerhalb des Euroraums. Durch die Aufwertung der europäischen Währung sind Umsätze und Gewinne aus dem Ausland in Euro gerechnet weniger wert. Endgültige Zahlen wollen die Schwaben am 28. März veröffentlichen.

Autozulassungen in Deutschland (September 2013)

Gewinner 1

Land Rover legte von allen Automarken in Deutschland im September am stärksten zu: plus 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Marke gehört zu Jaguar Land Rover, der Autobauer wiederum zum indischen Tata-Konzern.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Gewinner 2

Jeep hat im September ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkauft. Allerdings auf niedrigem Niveau: Gerade einmal 669 Geländewagen der Marke, die zu Fiats US-Tochter Chrysler gehört, wurden zugelassen.

Gewinner 3

Die Japaner von Mazda können sich über ein Plus von 15,1 Prozent freuen. 4162 Fahrzeuge des Autoherstellers wurden im September zugelassen.

Verlierer 1

Die größten Verluste im September muss Honda hinnehmen. Nur noch 1915 Pkw des japanischen Autohersteller wurden neu zugelassen – minus 36,1 Prozent.

Verlierer 2

Die Fiat-Marke Alfa Romeo hat kaum noch Modelle zu bieten. Entsprechend schlecht sind die Zulassungszahlen, die im September noch einmal um 35,6 Prozent abgesackt sind. Die ganzen Zahlen verdeutlichen, auf welchem Niveau sich Alfa Romea bewegt: Nur noch 291 Pkw wurden zugelassen.

Verlierer 3

Die BMW-Marke Mini ist ein großer Verlierer im September. Das Minus bei den Neuzulassungen betrug 33,8 Prozent.

Im laufenden Jahr peilt der schwäbische Autozulieferer einen Umsatzanstieg unter Ausklammerung von Währungseffekten um fünf bis sieben Prozent an. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll zwischen 160 und 165 Millionen Euro liegen.

Von

dpa

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