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25.10.2013

09:59 Uhr

Autozulieferer

Starker Euro schrumpft Gewinn von Erlingklinger

Der Euro verhagelt dem Autozulieferer Erlingklinger die Gewinne. Der Kursrutsch kostete das Unternehmen im letzten Quartal knapp zehn Millionen Euro. Das drückte auch den Aktien-Kurs des Unternehmens.

Beim Autozulieferer Elringklinger hängen Teile von Zylinderkopfdichtungen. Der starke Euro stellt das Unternehmen vor Probleme. dpa

Beim Autozulieferer Elringklinger hängen Teile von Zylinderkopfdichtungen. Der starke Euro stellt das Unternehmen vor Probleme.

StuttgartDie Euro-Stärke hat den Gewinn des Autozulieferers Elringklinger im dritten Quartal gebremst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schrumpfte um 2,5 Prozent auf 35,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Kursrutsch des Dollar, des brasilianischen Real und asiatischer Währungen kostete das exportstarke Unternehmen von Juli bis September demnach 3,5 Millionen Euro. Hinzu kamen 1,5 Millionen Euro Sonderaufwand, den Elringklinger in neue Produkte und Großprojekte für E-Mobility steckte. Sollte der Euro weiter aufwerten, werde der Gewinn im Gesamtjahr womöglich am unteren Ende der bisher erwarteten Spanne liegen.

Die Aktien des MDax-Konzerns fielen zu Handelsbeginn um sechs Prozent auf 32,60 Euro. Die Euro-Aufwertung kostete den auf Dichtungen, Kunststoffabdeckungen und Hitzeschilde spezialisierten Zulieferer im abgelaufenen Quartal knapp zehn Millionen Euro Gewinn. Die Erlöse kletterten aber dennoch um fünf Prozent auf 294 Millionen Euro.

Autozulassungen in Deutschland (September 2013)

Gewinner 1

Land Rover legte von allen Automarken in Deutschland im September am stärksten zu: plus 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Marke gehört zu Jaguar Land Rover, der Autobauer wiederum zum indischen Tata-Konzern.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Gewinner 2

Jeep hat im September ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkauft. Allerdings auf niedrigem Niveau: Gerade einmal 669 Geländewagen der Marke, die zu Fiats US-Tochter Chrysler gehört, wurden zugelassen.

Gewinner 3

Die Japaner von Mazda können sich über ein Plus von 15,1 Prozent freuen. 4162 Fahrzeuge des Autoherstellers wurden im September zugelassen.

Verlierer 1

Die größten Verluste im September muss Honda hinnehmen. Nur noch 1915 Pkw des japanischen Autohersteller wurden neu zugelassen – minus 36,1 Prozent.

Verlierer 2

Die Fiat-Marke Alfa Romeo hat kaum noch Modelle zu bieten. Entsprechend schlecht sind die Zulassungszahlen, die im September noch einmal um 35,6 Prozent abgesackt sind. Die ganzen Zahlen verdeutlichen, auf welchem Niveau sich Alfa Romea bewegt: Nur noch 291 Pkw wurden zugelassen.

Verlierer 3

Die BMW-Marke Mini ist ein großer Verlierer im September. Das Minus bei den Neuzulassungen betrug 33,8 Prozent.

Elringklinger ist zudem voll ausgelastet. Der Auftragsbestand war Ende September mit 578 Millionen Euro 22 Prozent höher als vor Jahresfrist. Der Vorstand bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr. Der Umsatz soll ohne Berücksichtigung von Zukäufen um fünf bis sieben Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zulegen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde prozentual stärker steigen als der Umsatz und zwischen 150 und 155 Millionen Euro liegen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern, der mehr als 6400 Mitarbeiter beschäftigt, operativ 136 Millionen Euro verdient.

Von

rtr

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